Pallade Veneta - Keine nachträgliche Erbschaftsteuer bei Auszug aus geerbtem Haus wegen Depression

Keine nachträgliche Erbschaftsteuer bei Auszug aus geerbtem Haus wegen Depression


Keine nachträgliche Erbschaftsteuer bei Auszug aus geerbtem Haus wegen Depression
Keine nachträgliche Erbschaftsteuer bei Auszug aus geerbtem Haus wegen Depression / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Wenn eine Witwe aus dem Familienhaus auszieht, weil das weitere Wohnen dort für sie unzumutbar ist, muss sie nicht nachträglich Erbschaftsteuer zahlen. Die Steuerbefreiung setze Selbstnutzung der Immobilie für zehn Jahre voraus - außer bei zwingenden Gründen, worunter auch Unzumutbarkeit falle, erklärte der Bundesfinanzhof in München am Donnerstag. Die Frau aus Nordrhein-Westfalen war zwei Jahre nach dem Tod des Ehemanns auf ärztlichen Rat hin ausgezogen. (Az. II R 1/21)

Textgröße ändern:

Sie verkaufte das Haus und zog in eine Wohnung. Als Grund gab sie eine Depression an, die sich dadurch verschlechtert habe, dass sie ohne ihren verstorbenen Mann im gemeinsamen Haus wohnte.

Das Finanzgericht Münster folgte dieser Argumentation nicht. Es gebe keine zwingenden Gründe für den Auszug, weil die Frau grundsätzlich einen Haushalt führen könne, entschied es.

Der Bundesfinanzhof hob das Münsteraner Urteil nun auf. Er verwies den Fall zur neuen Verhandlung an das Finanzgericht zurück.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Sachsen-Anhalt: Mann klettert über Balkone und stürzt in den Tod

In Sachsen-Anhalt ist ein Mann beim Versuch, über Balkone zu klettern, in den Tod gestürzt. Der 26-Jährige fiel in der Nacht zum Sonntag aus dem dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Halle an der Saale auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Angriff auf homosexuelles Paar in Bremen: Ein Mann verletzt

Am Rande der Feierlichkeiten zum Einheitstag in Bremen ist es zu einem Angriff auf ein homosexuelles Paar gekommen. Zwei 29 und 33 Jahre alte Männer wurden am Samstagabend aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beleidigt und geschlagen, wie die Polizei in Bremen am Sonntag mitteilte.

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Textgröße ändern: