Pallade Veneta - Berlin: Prozess gegen mutmaßlichen früheren syrischen Milizenführer begonnen

Berlin: Prozess gegen mutmaßlichen früheren syrischen Milizenführer begonnen


Berlin: Prozess gegen mutmaßlichen früheren syrischen Milizenführer begonnen
Berlin: Prozess gegen mutmaßlichen früheren syrischen Milizenführer begonnen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Wegen des Verstoßes gegen das Völkerrecht und wegen Mordes hat in Berlin am Freitag ein Prozess gegen einen mutmaßlichen syrischen Milizenführer begonnen. Zu Beginn des Verfahrens am Berliner Kammergericht wurde die Anklage gegen den heute 41-Jährigen verlesen, wie eine Gerichtssprecher sagte. Der Mann soll im Jahr 2011 Gegner des damaligen Präsidenten Baschar al-Assad brutal verfolgt haben.

Textgröße ändern:

Laut Generalstaatsanwaltschaft Berlin war der Mann Anführer einer lokalen Gruppe der sogenannten Shabiha-Milizen. Bei regimekritischen Demonstrationen soll er gemeinsam mit den ihm unterstellten Kämpfern gezielt Demonstranten angegriffen, brutal misshandelt und zumindest zeitweise ihrer Freiheit beraubt haben.

In einigen Fällen soll er die Festgenommenen dem Geheimdienst oder anderen Sicherheitskräften zur weiteren Folterung zugeführt haben. Insgesamt geht die Anklage von acht Fällen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit gemäß des Völkerstrafgesetzbuches aus.

In einem dieser Fälle ist aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft auch der Straftatbestand des Mordes erfüllt. Dabei soll der Milizenführer gemeinsam mit anderen einen Demonstranten derart mit Elektroschockern und Stöcken traktiert haben, dass dieser einen Herzstillstand erlitt und starb. Weil es dem Beschuldigten dabei darum gegangen sei, politische Gegner zum Schweigen zu bringen, sieht die Anklage das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe verwirklicht.

Am 30. September 2025 wurde der Angeklagte, der in Berlin lebte, festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Mit einem Urteil wird Mitte Juli gerechnet.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Missbrauch bei Regensburger Domspatzen: Anspruch von mutmaßlichem Opfer verjährt

Im Prozess eines mutmaßlichen Missbrauchsopfers der Regensburger Domspatzen gegen das Bistum Regensburg ist der Kläger mit seinen Forderungen nach Schmerzensgeld und Schadensersatz gescheitert. In einem Zivilverfahren wies das Landgericht Regensburg die Klage des ehemaligen Schülers der Vorschule der Domspatzen laut einer Mitteilung vom Freitag ab. Das Gericht begründete dies mit der Verjährung der Ansprüche. (AZ: 45 O 1916/24

Venezuelas Interims-Regierung spricht mit Opposition über demokratischen Übergang

Die venezolanische Interims-Regierung hat unter Vermittlung der USA Gespräche mit der Opposition über einen Demokratisierungsprozess des Landes aufgenommen. Bei einem Treffen zwischen Parlamentspräsident Jorge Rodríguez und der Oppositionspolitikerin Dinorah Figuera am Donnerstag sei ein "Fahrplan für einen Dialog zum demokratischen Übergang" erörtert worden, erklärte US-Außenamtssprecher Tommy Pigott. Dabei handele es sich um "einen erster Schritt in einem wohlüberlegten Prozess zur Sicherung einer freien und offenen venezolanischen Gesellschaft".

In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, der am Dienstag in Peine bei einem Freigang aus der Haft entkommen war, ist in Italien gefasst worden. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Donnerstag in Hannover mitteilte, wurde der 42-jährige Benjamin F. in der Region Venetien festgenommen. Dort sei er zuvor in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Videospiele: Vorverkauf für "GTA VI" startet am 25. Juni

Der Vorverkauf für das mit Spannung erwartete Videospiel "Grand Theft Auto VI" soll am Donnerstag kommender Woche beginnen. Wie das Unternehmen Rockstar Games im Onlinedienst X ankündigte, sind Vorbestellungen bei ausgewählten Händlern und auf digitalen Plattformen ab dem 25. Juni möglich. Der eigentliche Veröffentlichungstermin des Spiels soll am 19. November sein.

Textgröße ändern: