Pallade Veneta - Messerangriff auf Lehrerin in Essen: 17-Jähriger wegen Mordversuchen angeklagt

Messerangriff auf Lehrerin in Essen: 17-Jähriger wegen Mordversuchen angeklagt


Messerangriff auf Lehrerin in Essen: 17-Jähriger wegen Mordversuchen angeklagt
Messerangriff auf Lehrerin in Essen: 17-Jähriger wegen Mordversuchen angeklagt / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Mordversuche vor: Sieben Monate nach den Messerattacken von Essen hat die Karlsruher Behörde den Tatverdächtigen angeklagt. Der damals 17 Jahre alte Kosovare Erjon S. soll nach Angaben vom Montag aus islamistischen Motiven Anfang September auf seine Lehrerin und einem ihm fremden Mann eingestochen haben. Beide Opfer wurden verletzt, überlebten aber.

Textgröße ändern:

S. soll außerdem den Hausmeister einer Grundschule, den er persönlich kannte, attackiert haben. Auch dieser wurde verletzt. Der Tatverdächtige folge einer islamistisch-dschihadistischen Ideologie, führte die Bundesanwaltschaft aus. Er habe in einen islamistisch motivierten Krieg gegen vermeintlich Ungläubige ziehen wollen. Den Hausmeister und die Lehrerin habe er als Opfer ausgewählt und außerdem möglichst viele Menschen jüdischen Glaubens töten wollen.

Am frühen Morgen des 5. Septembers 2025 soll S. sich mit einem langen Messer bewaffnet haben und zu einer Grundschule in Essen gegangen sein. Dort habe er mit der Faust auf den Hausmeister eingeschlagen, wie die Bundesanwaltschaft beschrieb, und den Mann zudem mit Pfefferspray attackiert. Dieser habe sich gewehrt, weshalb S. das Messer nicht habe benutzen können.

Wenig später sei er zu seinem Berufskolleg gegangen und habe dort die Lehrerin angegriffen. Er habe ihr mehrmals gezielt in den Oberkörper gestochen. Dann habe er sich auf die Suche nach weiteren Opfern gemacht und sei zweimal zur Alten Synagoge in Essen gegangen. Dort traf er den Angaben nach auf niemanden, der sich aus seiner Sicht als Tatopfer jüdischen Glaubens eignete. Stattdessen habe er einem ihm fremden Mann auf offener Straße einen Stich in den Rücken versetzt.

Um einer Festnahme zu entgehen und seinen sogenannten Märtyrertod zu provozieren, lief S. schließlich mit vorgehaltenem Messer auf Polizisten zu, wie die Bundesanwaltschaft ausführte. Diese schossen, S. wurde im Gesicht verletzt und festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage gegen ihn wegen versuchten Mordes in drei Fällen, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung entscheidet nun das Oberlandesgericht Düsseldorf.

B.Cretella--PV

Empfohlen

In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, der am Dienstag in Peine bei einem Freigang aus der Haft entkommen war, ist in Italien gefasst worden. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Donnerstag in Hannover mitteilte, wurde der 42-jährige Benjamin F. in der Region Venetien festgenommen. Dort sei er zuvor in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Videospiele: Vorverkauf für "GTA VI" startet am 25. Juni

Der Vorverkauf für das mit Spannung erwartete Videospiel "Grand Theft Auto VI" soll am Donnerstag kommender Woche beginnen. Wie das Unternehmen Rockstar Games im Onlinedienst X ankündigte, sind Vorbestellungen bei ausgewählten Händlern und auf digitalen Plattformen ab dem 25. Juni möglich. Der eigentliche Veröffentlichungstermin des Spiels soll am 19. November sein.

Restaurierung von Parthenon-Tempelfassade auf Akropolis in Athen abgeschlossen

Nach langer Restaurierung erstrahlt die Westfassade des Parthenon-Tempels in Athen wieder wie zuletzt Anfang des 19. Jahrhunderts: "Der Anblick ist wirklich überwältigend", erklärte die griechische Kulturministerin Lina Mendoni am Donnerstag. Der vor rund 2500 Jahren zu Ehren der Göttin Athene errichtete Tempel gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands und zieht pro Jahr mehr als vier Millionen Touristen an.

"Beleidigte Leberwurst": Scharfe Kritik an Wadephuls Überlegung zu UN-Kürzungen

Mit Überlegungen zu einer Kürzung der deutschen Zahlungen an die Vereinten Nationen ist Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf scharfen Widerspruch gestoßen. Wadephul begründete seinen Vorstoß gegenüber der "Rheinischen Post" mit der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat: "Es kann nicht sein, dass wir einer der größten Beitragszahler sind und bei manchen Entscheidungen, auch im personellen Bereich, nicht berücksichtigt werden." Grüne und Linke, aber auch der Koalitionspartner SPD übten Kritik. Lob bekam Wadephul von der AfD.

Textgröße ändern: