Pallade Veneta - Amnesty wirft US-Regierung "systematischen Angriff" auf Menschenrechte vor

Amnesty wirft US-Regierung "systematischen Angriff" auf Menschenrechte vor


Amnesty wirft US-Regierung "systematischen Angriff" auf Menschenrechte vor
Amnesty wirft US-Regierung "systematischen Angriff" auf Menschenrechte vor / Foto: ISAAC LAWRENCE - AFP/Archiv

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der US-Regierung einen "systematischen Angriff" auf die Menschenrechte vorgeworfen. Verantwortlich für die aktuelle weltweite Menschenrechtskrise seien "Regierungen, die zunehmend autoritär handeln und systematisch Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung infrage stellen", erklärte die Organisation anlässlich ihres am Dienstag veröffentlichten Jahresberichts.

Textgröße ändern:

Die Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow, sprach von einem "Flächenbrand", der durch die US-Regierung unter Präsident Donald Trump entfacht worden sei. "Trumps Politik ist ein systematischer Angriff auf die Menschenrechte und gibt weltweit Kräften Auftrieb, die die Menschenrechte missachten", erklärte sie.

Beispielsweise durch Sanktionen gegen Richter des Internationalen Strafgerichtshofs untergrabe die US-Regierung internationales Recht und Institutionen, die zum Schutz der Menschenrechte geschaffen worden seien, heißt es in dem Bericht.

Die Situation im Iran bietet dem Bericht zufolge besonders großen Anlass zur Sorge. Die Bewohner des Landes seien derzeit doppelt bedroht: Von außen durch den "völkerrechtswidrigen Krieg der USA und Israels, der das Leben der Zivilbevölkerung eklatant missachtet". Von innen seien die Menschen durch die "blutigste Niederschlagung von Protest seit Jahrzehnten, willkürliche Inhaftierungen und die steigende Zahl von Hinrichtungen" gefährdet. Darum müsse "alles getan werden, um mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die iranischen Behörden zu verhindern", forderte Amnesty-Deutschlandchefin Duchrow.

Mit Blick auf die Lage der Menschenrechte weltweit forderte Amnesty International auch Deutschland zum Handeln auf. Die Bundesregierung dürfe "nicht zur Komplizin autoritärer Regierungen werden" und müsse "klare Kante bei Völkerrechtsverstößen" zeigen, erklärte die Organisation. Rechtsverletzungen und Kriegsverbrechen müssten Konsequenzen haben und sollten beim Namen genannt werden. Zugleich müssten zivilgesellschaftliche Handlungsräume in der Bundesrepublik gestärkt werden.

P.Colombo--PV

Empfohlen

"Diffamierender" Artikel: FBI-Chef Patel reicht Verleumdungsklage gegen "The Atlantic" ein

FBI-Chef Kash Patel hat eine Verleumdungsklage gegen das US-Nachrichtenmagazin "The Atlantic" eingereicht und fordert eine Millionenentschädigung. Das Magazin habe eine Grenze überschritten, "indem es einen Artikel veröffentlicht hat, der voller falscher und offensichtlich erfundener Anschuldigungen ist", heißt es in der am Montag bei einem Bundesgericht in Washington eingereichten Klage des Chefs der US-Bundespolizei. Die Anschuldigungen zielten "darauf ab, Patels Ruf zu schädigen und ihn aus seinem Amt zu vertreiben".

Musk erscheint nicht zu Anhörung in Paris wegen Kinderporno-Darstellungen auf X

US-Milliardär Elon Musk ist trotz einer Vorladung nicht zu einer freiwilligen Anhörung in Frankreich wegen kinderpornografischer Darstellungen in seinem Onlinedienst X erschienen. Die französische Staatsanwaltschaft teilte der Nachrichtenagentur AFP am Montag mit, sie habe "die Abwesenheit der ersten vorgeladenen Personen zur Kenntnis genommen", ohne Musks Namen zu nennen. Kurz vor der geplanten Anhörung war Telegram-Gründer Pawel Durow Musk zur Seite gesprungen.

Auto gerät in Gegenverkehr: Drei Tote in Niedersachsen

Bei einem schweren Verkehrsunfall sind in Niedersachsen drei Menschen ums Leben gekommen. Eine 44-jährige Frau geriet am Montag auf einer Landstraße in Celle mit ihrem Auto aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und stieß dort mit einem Lastwagen zusammen, wie die Polizei in der niedersächsischen Stadt mitteilte. Die Fahrerin und ihre beiden 18 Jahre alten Mitfahrerinnen starben noch an der Unfallstelle.

Straftaten gehen etwas zurück - werden aber auch "digitaler und brutaler"

Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist im vergangenen Jahr spürbar gesunken - zugleich steigt laut der am Montag veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) weiter die Bedeutung Internet-bezogener Delikte und auch Sexualstraftaten nahmen 2025 zu. Kritik gab es an Einschätzungen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zur Rolle von Migrantinnen und Migranten.

Textgröße ändern: