Pallade Veneta - Nach Messerangriff: Gericht in Karlsruhe bestätigt Ausweisung von syrischem Straftäter

Nach Messerangriff: Gericht in Karlsruhe bestätigt Ausweisung von syrischem Straftäter


Nach Messerangriff: Gericht in Karlsruhe bestätigt Ausweisung von syrischem Straftäter
Nach Messerangriff: Gericht in Karlsruhe bestätigt Ausweisung von syrischem Straftäter / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Ein Syrer, der vor zweieinhalb Jahren in Baden-Württemberg einen Mann mit einem Messer verletzte, darf ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe bestätigte am Mittwoch diese Entscheidung des Regierungspräsidiums. Der Kläger sei eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit.

Textgröße ändern:

Er war nach Gerichtsangaben 2015 im Alter von elf Jahren mit seinem älteren Bruder nach Deutschland gekommen und als Flüchtling anerkannt worden. Zuletzt wurde ihm eine befristete Aufenthaltserlaubnis bis Mitte August 2026 erteilt.

Im Oktober 2023 lockte der zu dem Zeitpunkt drogenabhängige Mann nach einem Streit einen anderen jungen Mann in den Hinterhof einer Bar und stach ihm dort mit einem Messer mehrmals in Rücken und Oberkörper. Das Opfer wurde überlebte schwer verletzt.

Im Mai 2024 verurteilte das Karlsruher Landgericht den Syrer wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und neun Monaten. Es ordnete an, dass er nach Vollzug eines Teils der Strafe in einer Entziehungsanstalt untergebracht werden sollte. Dort lebt er aktuell noch.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) widerrief nach der Verurteilung die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft. Damals stellte es jedoch noch ein Abschiebungsverbot nach Syrien fest, wie das Verwaltungsgericht ausführte.

Das Regierungspräsidium verfügte die Ausweisung des Syrers und drohte ihm die Abschiebung an für den Fall, dass das Verbot nicht mehr besteht. Es verfügte außerdem ein Einreise- und Aufenthaltsverbot von acht Jahren ab der Ausreise oder Abschiebung.

Dagegen klagte der Syrer vor dem Verwaltungsgericht, hatte dort jedoch nun keinen Erfolg. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Kläger kann noch die Zulassung der Berufung beantragen. Wenn die Ausweisung bestandskräftig wird, erlischt seine Aufenthaltserlaubnis, wie das Gericht ausführte.

Derzeit laufe noch das Verfahren zum Widerruf des Abschiebungsverbots gegen den Mann, welches das Bamf einleitete. Voraussichtlich werde dieses Verbot widerrufen - erst dann könne er abgeschoben werden.

Zwischen 2012 und Ende 2025 hatte es wegen des Bürgerkriegs und seiner Folgen keine Abschiebungen nach Syrien gegeben. Ende Dezember wurde erstmals seit 2011 wieder ein Straftäter nach Syrien abgeschoben. Drei weitere Abschiebungen von Straftätern fanden im Januar statt.

D.Bruno--PV

Empfohlen

In Peine entkommener Straftäter in Italien gefasst

Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, der am Dienstag in Peine bei einem Freigang aus der Haft entkommen war, ist in Italien gefasst worden. Wie das Landeskriminalamt Niedersachsen am Donnerstag in Hannover mitteilte, wurde der 42-jährige Benjamin F. in der Region Venetien festgenommen. Dort sei er zuvor in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen und verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Videospiele: Vorverkauf für "GTA VI" startet am 25. Juni

Der Vorverkauf für das mit Spannung erwartete Videospiel "Grand Theft Auto VI" soll am Donnerstag kommender Woche beginnen. Wie das Unternehmen Rockstar Games im Onlinedienst X ankündigte, sind Vorbestellungen bei ausgewählten Händlern und auf digitalen Plattformen ab dem 25. Juni möglich. Der eigentliche Veröffentlichungstermin des Spiels soll am 19. November sein.

Restaurierung von Parthenon-Tempelfassade auf Akropolis in Athen abgeschlossen

Nach langer Restaurierung erstrahlt die Westfassade des Parthenon-Tempels in Athen wieder wie zuletzt Anfang des 19. Jahrhunderts: "Der Anblick ist wirklich überwältigend", erklärte die griechische Kulturministerin Lina Mendoni am Donnerstag. Der vor rund 2500 Jahren zu Ehren der Göttin Athene errichtete Tempel gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands und zieht pro Jahr mehr als vier Millionen Touristen an.

"Beleidigte Leberwurst": Scharfe Kritik an Wadephuls Überlegung zu UN-Kürzungen

Mit Überlegungen zu einer Kürzung der deutschen Zahlungen an die Vereinten Nationen ist Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) auf scharfen Widerspruch gestoßen. Wadephul begründete seinen Vorstoß gegenüber der "Rheinischen Post" mit der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat: "Es kann nicht sein, dass wir einer der größten Beitragszahler sind und bei manchen Entscheidungen, auch im personellen Bereich, nicht berücksichtigt werden." Grüne und Linke, aber auch der Koalitionspartner SPD übten Kritik. Lob bekam Wadephul von der AfD.

Textgröße ändern: