Pallade Veneta - Tödliche Schüsse auf Mann in Bremen: Dritter Verdächtiger stellt sich

Tödliche Schüsse auf Mann in Bremen: Dritter Verdächtiger stellt sich


Tödliche Schüsse auf Mann in Bremen: Dritter Verdächtiger stellt sich
Tödliche Schüsse auf Mann in Bremen: Dritter Verdächtiger stellt sich / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Nach tödlichen Schüssen auf einen 32-Jährigen bei einer Auseinandersetzung im Bremer Stadtteil Neustadt hat sich ein dritter Tatverdächtiger gestellt. Der 63-Jährige befindet sich wie die beiden anderen bereits Festgenommen in Untersuchungshaft, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in der Hansestadt am Donnerstag sagte. Ihnen werde gemeinschaftlicher Totschlag vorgeworfen.

Textgröße ändern:

Die tödlichen Schüsse auf den 32-Jährigen hatten sich Mitte März ereignet. Unbekannte brachten den durch mehrere Schusswunden verletzten Mann in ein Krankenhaus, wo er starb. Kurz zuvor hatten Zeugen der Polizei eine Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten im Stadtteil Neustadt gemeldet, bei der auch Schüsse gefallen waren. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war niemand mehr vor Ort. Es fanden sich aber unter anderem Patronenhülsen.

Vor zwei Wochen nahmen die Ermittler zwei Verdächtige im Alter von 35 und 37 Jahren fest. Bei dem dritten Tatverdächtigen soll es sich laut Staatsanwaltschaft um den Vater zumindest eines der jüngeren Männer handeln. Zu konkreten Tatbeteiligungen machte der Sprecher keine Angaben.

Die tödlichen Schüsse waren der Auftakt zu einer Reihe weiterer Vorfälle mit Schusswaffen in der Hansestadt. Bei einem davon wurde wenige Tage nach der ersten Tat ein 25-Jähriger ebenfalls im Stadtteil Neustadt schwer verletzt. Die Polizei richtete eine Sonderkommission ein. Die Behörden verstärkten außerdem ihre Präsenz in dem Stadtviertel.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Schleswig-Holstein: Niederlage für Nius im Rechtsstreit mit Ministerpräsident

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig-Holstein hat eine Beschwerde des Nachrichtenportals Nius im Zusammenhang mit Aussagen von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in der ZDF-Sendung "Markus Lanz" zurückgewiesen. Amtspersonen könnten insbesondere in Talkrunden als Parteipolitiker oder politisch handelnde Privatpersonen auftreten, so das OVG in seinem Beschluss vom Donnerstag. Damit käme ihnen das Recht auf Meinungsfreiheit zu.

Juristisches Gutachten: Abschiebezentren außerhalb von EU können legal sein

Die umstrittenen italienischen Abschiebezentren in Albanien sind einem neuen Gutachten am Europäischen Gerichtshof (EuGH) zufolge mit dem Europarecht vereinbar - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. So müssten die Migranten weiter juristischen Beistand und sprachliche Unterstützung bekommen sowie Kontakt mit ihrer Familie und den relevanten Behörden halten können, erklärte der zuständige Generalanwalt Nicholas Emiliou am Donnerstag in Luxemburg. (Az. C-414/25)

Gruppe suchte gezielt nach archäologischen Schätzen: Großangelegte Razzia

Mit einer großangelegten Razzia sind die Behörden in Baden-Württemberg am Mittwoch gegen sogenannte Raubgräber vorgegangen. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, gezielt archäologisch bedeutsame Fundorte aufgesucht und dort illegal wertvolle Kulturgüter ausgegraben zu haben, wie das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Anschließend sollen sie diese gewinnbringend verkauft haben.

Mindestens 18 Menschen bei Kollision zweier Züge in Dänemark verletzt

Beim Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge sind unweit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen achtzehn Menschen verletzt worden, fünf von ihnen schwer. Das Unglück ereignete sich laut Polizei am frühen Donnerstagmorgen in einer ländlichen Region etwa 40 Kilometer nördlich von Kopenhagen zwischen den Ortschaften Hilleröd und Kagerup. Die Ursache für die Kollision war demnach zunächst noch unklar.

Textgröße ändern: