Pallade Veneta - Elon Musk gegen OpenAI: Reichster Mensch der Welt geht gegen KI-Pionier vor

Elon Musk gegen OpenAI: Reichster Mensch der Welt geht gegen KI-Pionier vor


Elon Musk gegen OpenAI: Reichster Mensch der Welt geht gegen KI-Pionier vor
Elon Musk gegen OpenAI: Reichster Mensch der Welt geht gegen KI-Pionier vor / Foto: PATRICK T. FALLON, ALLISON ROBBERT - AFP

Streit zwischen Tech-Giganten vor Gericht: Im Prozess von US-Multimilliardär Elon Musk gegen den ChatGPT-Entwickler OpenAI und dessen Chef Sam Altman sollen am Dienstag die Eröffnungsplädoyers gehalten werden. Musk fordert als früherer Investor unter anderem Schadenersatz von OpenAI, weil sich das Unternehmen von seinen Gründungsprinzipien entfernt habe. OpenAI war als gemeinnützige Stiftung gegründet worden und hatte sich einer risikobewussten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) verschrieben.

Textgröße ändern:

Der Prozess im kalifornischen Oakland hatte am Montag mit der Auswahl der neun Geschworenen begonnen, die die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers beraten. Die OpenAI-Mitgründer Sam Altman und Greg Brockman seien "von ihrer Position überzeugt und freuen sich darauf, dass die Fakten ans Licht kommen", sagte ihr Anwalt William Savitt vor dem Gerichtsgebäude. Altman und Musk sollen als Zeugen auftreten.

OpenAI entstand 2015, Musk investierte damals 38 Millionen Dollar. 2018 stieg er aus. Ab 2019 stieg Microsoft ein.

Heute wird OpenAI mit 852 Milliarden Dollar bewertet und bereitet seinen Börsengang vor. Seit dem breiten Erfolg von ChatGPT Ende 2022 greift Musk OpenAI und Altman unaufhörlich an. Am Montag nannte er Altman in einem Beitrag in den Onlinenetzwerken "Scam Altman" - "scam" bedeutet im Englischen etwa Schwindel oder Betrug.

Musk argumentiert in seiner Klage, von dem Unternehmen über dessen angeblich gemeinnützige Ausrichtung getäuscht worden zu sein. Konkret verlangt er Schadenersatz in Höhe von bis zu 134 Milliarden Dollar (umgerechnet 114 Milliarden Euro), die Absetzung Altmans und die Rückumwandlung von Open AI in eine rein gemeinnützige Organisation.

Laut Gerichtsakten weist OpenAI Musks Klage als "Schikane" zurück, die nur von Musks "Ego, seinem Neid und dem Wunsch, Konkurrenten auszuschalten", getrieben werde. Musk hat mit xAI ein eigenes KI-Unternehmen, das den Chatbot Grok für Musks Onlinedienst X entwickelt hat - ChatGPT ist somit Konkurrenz für Grok.

"Dies ist eine Tech-Seifenoper", kommentierte Analyst Dan Ives vom Finanzdienstleister Wedbush vor Prozessauftakt. "Zwischen Musk und Altman wird es vor Gericht viele Querelen und viel Streit geben, weil Musk alles persönlich genommen hat." Eine Entscheidung in dem Prozess soll Ende Mai fallen.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Zwei Tote und ein schwerverletzter Mensch nach Schüssen in Haus in Sachsen

Bei einem Einsatz infolge möglicher Schüsse ist die Polizei in einem Mehrfamilienhaus in Neustadt in Sachsen auf zwei tote und einen schwerverletzten Menschen gestoßen. Wie die Beamten in Dresden mitteilten, gingen am Dienstagmittag Notrufe wegen Schüssen in dem Haus ein. Vor Ort stießen Einsatzkräfte auf die beiden Leichen und den schwerverletzten Menschen.

Oberstes Gericht der USA prüft Glyphosat-Klage gegen Monsanto

Im jahrelangen und milliardenschweren Streit um die gesundheitlichen Folgen des Pflanzenschutzmittels Glyphosat in den USA hat der Oberste Gerichtshof in Washington einen Berufungsfall des Chemie- und Agrarkonzerns Bayer verhandelt. Das Unternehmen strebt ein Grundsatzurteil dazu an, ob Warnhinweise nur bundesweit oder auch auf Ebene der US-Bundesstaaten vorgeschrieben werden dürfen. Eine Entscheidung des Supreme Courts wird bis Juni oder Anfang Juli erwartet.

Abschiebeflug bringt 25 Afghanen zurück in ihr Heimatland

Die Bundesregierung hat 25 straffällig gewordene Afghanen in ihr Heimatland abgeschoben. Die ausreisepflichtigen Männer seien in der Nacht zu Dienstag in einem Charterflug nach Afghanistan gebracht worden, teilte die hessische Landesregierung am Dienstag mit. In Deutschland seien die Männer unter anderem wegen Totschlags, Vergewaltigung, schwerer Körperverletzung und Drogendelikten verurteilt worden.

Angeklagte in Mordfall Fabian aus Güstrow will sich zu Vorwürfen nicht äußern

Begleitet von einem großen Publikums- und Medieninteresse hat am Landgericht Rostock der Prozess gegen eine Frau begonnen, die im Oktober 2025 den achtjährigen Fabian aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft warf der 30-jährigen Exfreundin von Fabians Vater am Dienstag in ihrer Anklage vor, das Kind heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen ermordet zu haben.

Textgröße ändern: