Pallade Veneta - Islamistisches Motiv vermutet: Anklage nach Luftgewehrschüssen auf Autos in Bayern

Islamistisches Motiv vermutet: Anklage nach Luftgewehrschüssen auf Autos in Bayern


Islamistisches Motiv vermutet: Anklage nach Luftgewehrschüssen auf Autos in Bayern
Islamistisches Motiv vermutet: Anklage nach Luftgewehrschüssen auf Autos in Bayern / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Sieben Monate nach Luftgewehrschüssen auf fahrende Autos auf einer Bundesstraße in Bayern ist der Tatverdächtige wegen 23 versuchter Morde angeklagt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München vermutet nach Angaben vom Donnerstag ein islamistisches Motiv. Der 22 Jahre alte Türke habe schwere, potenziell tödliche Verkehrsunfälle verursachen wollen.

Textgröße ändern:

Er soll an drei Tagen im September 2025 an der Straße bei Dillingen an der Donau vom Fahrbandrand aus mit einem Luftgewehr mit Zielfernrohr auf willkürlich ausgewählte vorbeifahrende Autos geschossen haben. Dabei habe er Tarnkleidung getragen, führte die Generalstaatsanwaltschaft aus. Er habe die Fahrer mit den Schüssen irritieren wollen, wodurch sie von der Fahrbahn abkommen und bei Unfällen getötet oder schwer verletzt werden sollten.

Es passierten aber keine Unfälle. Zwar erschraken die Fahrer, wie die Ermittler ausführten. Teils sei es zu Brems- oder Lenkmanövern gekommen, aber alle Wagen hätten die Spur gehalten. Sachschäden entstanden allerdings. Sie betrugen den Angaben zufolge insgesamt an den betroffenen Autos mehr als 33.000 Euro.

Der Tatverdächtige soll mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sympathisieren. Er habe die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA glorifiziert, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Darum habe er für seine Taten die Tage rund um den 11. September 2025 ausgewählt. Er habe "Ungläubige" töten wollen.

Am 13. September wurde der Mann in der Nähe des Tatorts festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Als sich Anhaltspunkte für ein extremistisches Motiv ergaben, übernahm die bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelte bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus Ende September das Ermittlungsverfahren.

Neben 23 versuchten Morden wirft die Anklage dem 22-Jährigen einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und das unerlaubte Führen einer Schusswaffe vor. Über die Zulassung der Anklage entscheidet das Landgericht Augsburg.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Attacken auf Einsatzkräfte an Silvester: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen

Rund ein halbes Jahr nach Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht im nordrhein-westfälischen Dormagen haben Ermittler mehrere Tatverdächtige identifiziert. Es handle sich um fünf Beschuldigte im Alter von 21 bis 29 Jahren, teilte die Polizei in Neuss am Donnerstag mit. Fünf Wohnungen in Dormagen seien durchsucht und Beweismittel wie Datenträger und Kleidung beschlagnahmt worden. Diese würden jetzt ausgewertet.

Venezuela: Mutter von getötetem Dissidenten macht Maduro-Regierung schwere Vorwürfe

Die Mutter eines 2018 in Venezuela bei einem Polizeieinsatz erschossenen Dissidenten hat schwere Vorwürfe gegen die frühere Regierung von Präsident Nicolás Maduro erhoben. "Mein Sohn hatte mehr als 50 Löcher in seinem Körper", sagte Zeila Agostini, die Mutter des damals 33-jährigen Abraham Agostini, am Mittwoch (Ortszeit) dem in Costa Ricas Hauptstadt San José ansässigen Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Hochsommerliche Hitzewelle rollt an: DLRG warnt vor tödlichen Badeunfällen

Angesichts der aktuellen Hitzewelle hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) eindringlich vor tödlichen Badeunfällen gewarnt und zu umsichtigem Verhalten bei Schwimmausflügen aufgerufen. Die Ereignisse während der ersten hochsommerlichen Phase zu Pfingsten dürften sich nicht wiederholen, teilte die Wasserrettungsorganisation am Donnerstag in Bad Nenndorf mit. Dabei seien binnen weniger Tage bundesweit mindestens 18 Menschen ertrunken, zwei weitere verunglückte Kinder hätten noch reanimiert werden können.

Tod von Kleinkind in überhitztem Auto - Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Nach dem Tod eines Kleinkinds in einem überhitzten Auto in Baden-Württemberg wird gegen dessen Mutter wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Das teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Stuttgart am Donnerstag mit. Das etwa 20 Monate alte Mädchen war nach Polizeiangaben am Mittwoch leblos in einem Auto in der Gemeinde Schorndorf entdeckt worden und trotz sofort eingeleiteten Reanimationsversuchen gestorben.

Textgröße ändern: