Pallade Veneta - Mädchen jahrelang eingesperrt: Fünf Jahre Haft für Mutter in Siegen

Mädchen jahrelang eingesperrt: Fünf Jahre Haft für Mutter in Siegen


Mädchen jahrelang eingesperrt: Fünf Jahre Haft für Mutter in Siegen
Mädchen jahrelang eingesperrt: Fünf Jahre Haft für Mutter in Siegen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Im Fall eines jahrelang eingesperrten Mädchens ist dessen Mutter vom Landgericht im nordrhein-westfälischen Siegen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Angeklagte wurde unter anderem wegen Freiheitsberaubung zu fünf Jahren Haft verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Das heute elf Jahre alte Mädchen soll rund sieben Jahre lang in Attendorn eingesperrt worden sein. Sie wurde im September 2022 aus dem Haus der Großeltern befreit.

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Laut Anklage soll die Mutter vorgetäuscht haben, mit ihrer Tochter nach Italien gezogen zu sein, und den Kontakt zum Kindesvater unterbunden haben. Tatsächlich habe sie sich zwischen Juli 2015 und September 2022 mit dem Kind in Attendorn im Haus ihrer Eltern aufgehalten, wo sie die Tochter versteckt, isoliert und eingesperrt habe.

Das Mädchen habe weder die Schule besucht noch ärztliche Betreuung erhalten. Infolge der Isolation kam es laut Anklage zu einer erheblichen Entwicklungsstörung.

Neben der Mutter wurden auch die Großeltern des Kinds verurteilt - sie erhielten jeweils Bewährungsstrafen. Laut Anklage sollen sie ihrer Tochter das Haus zur Verfügung gestellt, Besorgungen erledigt und die falsche Darstellung verbreitet haben, das Kind halte sich in Italien auf.

Die Mutter wurde neben Freiheitsberaubung auch wegen Entziehung Minderjähriger und Misshandlung Schutzbefohlener verurteilt. Die Großmutter erhielt wegen derselben Taten eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren, der Großvater wegen Beihilfe von einem Jahr und drei Monaten.

R.Zaccone--PV

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