Pallade Veneta - Ein Jahr im Amt: Papst Leo XIV. fühlt sich "gesegnet"

Ein Jahr im Amt: Papst Leo XIV. fühlt sich "gesegnet"


Ein Jahr im Amt: Papst Leo XIV. fühlt sich "gesegnet"
Ein Jahr im Amt: Papst Leo XIV. fühlt sich "gesegnet" / Foto: Filippo MONTEFORTE - AFP

Papst Leo XIV. hat bei einem Besuch in Süditalien sein erstes Amtsjubiläum gefeiert. Er fühle sich "gesegnet", sagte das Oberhaupt der Katholiken am Freitag in Pompeji. "Was für ein wunderschöner Tag, so viele Segnungen", sagte der Papst am Marienwallfahrtsort in der süditalienischen Stadt zu den dort versammelten Gläubigen, unter ihnen viele kranke und behinderte Menschen.

Textgröße ändern:

Papst Leo XIV. war vor einem Jahr zum Nachfolger seines verstorbenen Vorgängers Franziskus gewählt worden. Zehn Tage später wurde er feierlich ins Amt eingeführt.

Am Freitag versammelten sich tausende Menschen in Pompeji, die auf die Ankunft des Papstes warteten, der mit einem weißen Hubschrauber aus dem nahegelegenen Neapel anreiste. "Ich bin neugierig, den neuen Papst zu sehen", sagte der 68-jährige Salvatore Sica. "Er ist nicht wie Franziskus, der wie ein Bruder oder ein Vater zur Familie gehörte." Leo predige Frieden, "aber ich empfinde ihn als distanziert gegenüber den Menschen", sagte Sica. "Er ist trotzdem ein guter Papst."

Das zurückhaltende Auftreten von Leo XIV. steht im Kontrast zu dem seines Vorgängers Franziskus, der für sein spontanes und manchmal auch aufbrausendes Temperament bekannt war.

Der Besuch in Pompeji fand einen Tag nach dem Treffen des Papstes mit US-Außenminister Marco Rubio im Vatikan statt, bei dem beide nach den jüngsten Spannungen zwischen Leo und US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs ihre Gemeinsamkeiten betonten.

Trump hatte wütend auf Friedensaufrufe des aus den USA stammenden Kirchenoberhauptes reagiert und ihm vorgeworfen, sich mit einem Land gemein zu machen, "das eine Atomwaffe will". Leo XIV. bezeichnete in der Vergangenheit zudem den Umgang mit Migranten in den Vereinigten Staaten als "äußerst respektlos" und forderte einen "menschlichen" Umgang.

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni, die dem Papst im Streit mit Trump den Rücken gestärkt hatte, dankte Leo XIV. am Freitag für seine "unermüdliche Botschaft des Glaubens, der Hoffnung, des Friedens". In diesen komplexen und unsicheren Zeiten sei seine Stimme nicht nur für Christen "ein Bezugspunkt auf globaler Ebene", schrieb Meloni auf X.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Tausende bei Trauerprozession für getöteten iranischen Führer Chamenei in Nadschaf

Ungeachtet neuerlicher Angriffe der USA und des Irans in der Golfregion haben im irakischen Nadschaf Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, stattgefunden. Der Sarg mit den sterblichen Überresten Chameneis wurde im Beisein Tausender Menschen am Mittwoch in einer Prozession durch die Straßen der Stadt zu einem wichtigen schiitischen Heiligtum gefahren.

Totes Neugeborenes in Berliner Wohnkomplex gefunden: Polizei ermittelt

In einem Wohnkomplex im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf ist ein totes Neugeborenes gefunden worden. Ein Zeuge habe den Leichnam am Mittwochmorgen entdeckt, teilte die Polizei in der Bundeshauptstadt mit. Eine Mordkommission übernahm am Fundort die Ermittlungen zu den Umständen der Auffindesituation. Zu den möglichen Hintergründen äußerten sich die Beamten zunächst nicht.

Männer mit Datingapps in Falle gelockt und überfallen: Festnahme in Berlin

In Berlin ist ein 20-Jähriger festgenommen worden, der Männer über gefälschte Profile auf Datingapps in eine Falle gelockt und überfallen haben soll. Der Mann stehe im Verdacht, die Taten gemeinsam mit einem bereits verurteilten Gleichaltrigen begangen zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Demnach sollen die beiden Männer 2025 Kontakt zu insgesamt fünf Opfern aufgenommen haben.

Unbekannte stehlen Urne mit Asche von Verstorbener in Erfurt - Polizei appelliert

In Erfurt ist aus einem Bestattungshaus die Urne samt Asche einer 78 Jahre alten Verstorbenen gestohlen worden. Die Erfurter Polizei appellierte am Mittwoch an den Dieb oder die Diebe, die Urne wieder zurückzubringen. Es gehe nicht um den materiellen Wert der knapp 360 Euro teuren Urne, sondern um den Wunsch der Angehörigen, Abschied von der Verstorbenen nehmen zu können.

Textgröße ändern: