Pallade Veneta - Millionenbetrug mit Solaranlagen: Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage

Millionenbetrug mit Solaranlagen: Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage


Millionenbetrug mit Solaranlagen: Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage
Millionenbetrug mit Solaranlagen: Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Wegen mutmaßlichen Millionenbetrugs beim Bau von Solaranlagen hat die Staatsanwaltschaft in Dresden Anklage gegen die Führungsspitze eines örtlichen Unternehmens erhoben. Die Geschäftsführerin und der Prokurist sollen dafür verantwortlich sein, dass gegenüber Kunden vertraglich zugesicherte Leistungen trotz erheblicher Anzahlungen nicht oder nicht vollständig erbracht wurden, wie die Anklagebehörde am Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt mitteilte. Dadurch entstand ein Schaden von mehr als zwölf Millionen Euro.

Textgröße ändern:

Laut Staatsanwaltschaft hatte die Firma der Angeklagten bundesweit den Bau schlüsselfertiger Solaranlagen samt Dachsanierung, Trassenbau und Anmeldung bei Netzbetreibern angeboten. Die 61-Jährige und der 64-Jährige hätten allerdings "unter Vortäuschung ihrer Leistungsfähigkeit und Leistungswilligkeit" gehandelt und "entsprechend ihrer vorgefassten Absicht" die vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Es fehlte bei den Projekten demnach an dem zugesicherten Anschluss ans Stromnetz.

Über die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen des Vorwurfs des besonders schweren Betrugs muss nun das Landgericht Dresden entscheiden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 64-jährige Prokurist einschlägig vorbestraft und sitzt weiterhin in Untersuchungshaft. Die 61-jährige Geschäftsführerin befindet sich dagegen inzwischen wieder auf freiem Fuß. Beide Angeklagte bestritten die Tatvorwürfen demnach bislang.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Seismologen in Norwegen messen kleine Beben nach WM-Toren Haalands

Der Doppelpack von Stürmer Erling Haaland beim WM-Spiel gegen den Irak hat Norwegen im wahrsten Sinne des Wortes erbeben lassen. Das norwegische seismologische Institut Norsar teilte mit, in der Nacht zum Mittwoch habe die Erdbebenwarte in Bergen "klare Signale" registriert, die mit der Begeisterung der Fußballfans in dieser Stadt über das Spiel zusammenhingen.

Verdacht auf Eiscreme-Kartell: Japanische Behörden durchsuchen sechs Hersteller

Wegen des Verdachts auf Preisabsprachen haben die japanischen Behörden die Räumlichkeiten von sechs großen Eiscreme-Herstellern durchsucht. Vertreter der Unternehmen würden verdächtigt, über Jahre per E-Mail oder bei Treffen den Zeitpunkt und das Ausmaß von Preiserhöhungen abgesprochen zu haben, gab eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an. Lokalen Medien zufolge hoben die Unternehmen ihre Verkaufspreise seit etwa 2022 jedes Jahr zur selben Zeit an.

Fruchtimporte als Tarnung für Kokain: Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler

Sie waren im internationalen Fruchthandel tätig und sollen das zum Schmuggel von Kokain im Tonnenbereich genutzt haben: Deutsche Ermittler sind am Mittwoch mit einer Großrazzia in mehreren Bundesländern und in der Schweiz gegen mutmaßliche Drogenhändler vorgegangen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mitteilten. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden demnach drei Verdächtige festgenommen. 16 Objekte wurden durchsucht.

Tusk: "Alle Hinweise" deuten auf "politischen Mord" an russischem Künstler in Polen hin

Die Erschießung des russischen Künstlers Semjon Skrepezki in Polen war nach den Worten des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk aller Wahrscheinlichkeit nach ein "politischer Mord". Darauf deuteten "alle Hinweise" hin, sagte Tusk am Mittwoch. Falls die Erschießung von Russland in Auftrag gegeben worden sei, "dann ist dies auch eine sehr ernste Angelegenheit mit internationaler Dimension", fügte Tusk hinzu.

Textgröße ändern: