Pallade Veneta - Katholikentag in Würzburg endet mit Appell für kirchliches Friedensengagement

Katholikentag in Würzburg endet mit Appell für kirchliches Friedensengagement


Katholikentag in Würzburg endet mit Appell für kirchliches Friedensengagement
Katholikentag in Würzburg endet mit Appell für kirchliches Friedensengagement / Foto: Kai Pfaffenbach - REUTERS/AFP

Mit einem Appell für mutiges kirchliches Engagement für Frieden ist am Sonntag der 104. Katholikentag im bayerischen Würzburg beendet worden. "Eine Kirche, die hinausgeht, die Brandherde löschen will, wird vielleicht müde, vielleicht angegriffen, vielleicht missverstanden – aber sie wird leuchten", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münsteraner Bischof Heiner Wilmer, während des Abschlussgottesdiensts.

Textgröße ändern:

"Wir stehen hier in Würzburg. Sicher. Erfüllt von den Begegnungen der vergangenen Tage. Aber die Welt brennt – und wir sind Teil dieser Welt. Brandherde löscht man nicht durch Zuschauen", sagte Wilmer nach Angaben der Bischofskonferenz in seiner Predigt auf dem Residenzplatz. Unter anderem verwies er auf die Situation im Bürgerkriegsland Sudan. Dort vollziehe sich die derzeit "größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit".

Der Katholikentag hatte am Mittwoch begonnen und stand unter dem Motto "Hab Mut, steh auf!", erwartet wurden nach Veranstalterangaben bis zu 30.000 Gläubige erwartet. Katholikentage werden alle zwei Jahre in einer anderen Stadt organisiert und dienen als Debatten- und Austauschforum. Ihre Wurzeln liegen in der katholischen Laienbewegung.

Ausgerichtet werden Katholikentage vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und dem jeweils gastgebenden Bistum. In Würzburg zu Gast waren in den vergangenen Tagen unter anderem auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der nächste Katholikentag findet vom 24. bis 28. Mai in Paderborn statt.

"Christsein heißt: sich nicht einschüchtern lassen. Christsein heißt: Gottes Friedensliebe aufleuchten lassen", fuhr Wilmer in seiner Predigt fort. Er verwies dabei auf Papst Leo XIV., den er als "unerschrockenen Anwalt des Friedens" bezeichnete. Die Welt brenne, sei aber nicht verloren. Leo XIV. hatte durch Friedensaufrufe vor dem Hintergrund des Irankriegs den Ärger von US-Präsident Donald Trump auf sich gezogen.

D.Bruno--PV

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: