Pallade Veneta - Cold Case um 1993 getötete Sabine: Neuer Prozess gegen Tatverdächtigen

Cold Case um 1993 getötete Sabine: Neuer Prozess gegen Tatverdächtigen


Cold Case um 1993 getötete Sabine: Neuer Prozess gegen Tatverdächtigen
Cold Case um 1993 getötete Sabine: Neuer Prozess gegen Tatverdächtigen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Mehr als 32 Jahre nach der Tötung eines Mädchens auf einem Reiterhof im bayerischen Wiesenfeld wird der Fall seit Montag erneut vor dem Landgericht Würzburg verhandelt. Zu Prozessbeginn wurde die Anklage verlesen, anschließend begann die Vernehmung einer Zeugin, wie eine Gerichtssprecherin in der bayerischen Stadt mitteilte. Der mittlerweile 49-jährige Angeklagte habe zum Tatvorwurf geschwiegen, erklärte die Sprecherin.

Textgröße ändern:

Die 13 Jahre alte Sabine war im Dezember 1993 getötet worden. Der Fall konnte lange Zeit nicht aufgeklärt werden und galt als Cold Case. Erst durch neue Ermittlungsmethoden kam er wieder ins Rollen.

Im Dezember 2024 wurde der Angeklagte wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Da das Landgericht Würzburg dabei laut Bundesgerichtshof aber Rechtsfehler machte, muss der Fall nun neu aufgerollt werden.

In seinem Urteil vor eineinhalb Jahren kam das Gericht zu dem Schluss, dass der zur Tatzeit 17-Jährige das 13-jährige Mädchen im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt ermordet hatte. Der Täter lockte das Mädchen, das damals bei der Versorgung der Pferde auf dem Reiterhof half, demnach auf den Tennenboden des Stalls, um sich an ihr zu vergehen.

Als das Mädchen sich wehrte und um Hilfe rief, brachte der Angeklagte sie zu Boden und fügte ihr dabei schwere Kopfverletzungen zu. Danach würgte er sie nach Überzeugung der Kammer und vergewaltigte das schwerverletzte Mädchen schließlich. Nach der Tat warf er die Leiche in eine Güllegrube, wo sie zwei Tage später entdeckt wurde.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Seismologen in Norwegen messen kleine Beben nach WM-Toren Haalands

Der Doppelpack von Stürmer Erling Haaland beim WM-Spiel gegen den Irak hat Norwegen im wahrsten Sinne des Wortes erbeben lassen. Das norwegische seismologische Institut Norsar teilte mit, in der Nacht zum Mittwoch habe die Erdbebenwarte in Bergen "klare Signale" registriert, die mit der Begeisterung der Fußballfans in dieser Stadt über das Spiel zusammenhingen.

Verdacht auf Eiscreme-Kartell: Japanische Behörden durchsuchen sechs Hersteller

Wegen des Verdachts auf Preisabsprachen haben die japanischen Behörden die Räumlichkeiten von sechs großen Eiscreme-Herstellern durchsucht. Vertreter der Unternehmen würden verdächtigt, über Jahre per E-Mail oder bei Treffen den Zeitpunkt und das Ausmaß von Preiserhöhungen abgesprochen zu haben, gab eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur AFP an. Lokalen Medien zufolge hoben die Unternehmen ihre Verkaufspreise seit etwa 2022 jedes Jahr zur selben Zeit an.

Fruchtimporte als Tarnung für Kokain: Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler

Sie waren im internationalen Fruchthandel tätig und sollen das zum Schmuggel von Kokain im Tonnenbereich genutzt haben: Deutsche Ermittler sind am Mittwoch mit einer Großrazzia in mehreren Bundesländern und in der Schweiz gegen mutmaßliche Drogenhändler vorgegangen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mitteilten. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden demnach drei Verdächtige festgenommen. 16 Objekte wurden durchsucht.

Tusk: "Alle Hinweise" deuten auf "politischen Mord" an russischem Künstler in Polen hin

Die Erschießung des russischen Künstlers Semjon Skrepezki in Polen war nach den Worten des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk aller Wahrscheinlichkeit nach ein "politischer Mord". Darauf deuteten "alle Hinweise" hin, sagte Tusk am Mittwoch. Falls die Erschießung von Russland in Auftrag gegeben worden sei, "dann ist dies auch eine sehr ernste Angelegenheit mit internationaler Dimension", fügte Tusk hinzu.

Textgröße ändern: