Pallade Veneta - Kleinkinder in Portugal ausgesetzt: Französisches Paar in Untersuchungshaft

Kleinkinder in Portugal ausgesetzt: Französisches Paar in Untersuchungshaft


Kleinkinder in Portugal ausgesetzt: Französisches Paar in Untersuchungshaft
Kleinkinder in Portugal ausgesetzt: Französisches Paar in Untersuchungshaft / Foto: FILIPE AMORIM - AFP

In dem Aufsehen erregenden Fall zweier in Portugal ausgesetzter Kleinkinder sind deren Mutter und ihr Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. Die Richterin in Setúbal südlich von Lissabon begründete dies am Samstag mit dem Vorwurf "der schweren Körperverletzung, Gefährdung und Aussetzung". Das Paar aus Frankreich, eine 41-Jährige und ihr 55-jähriger Freund, war am Donnerstag festgenommen worden.

Textgröße ändern:

Ihnen wird vorgeworfen, die Jungen im Alter von vier und fünf Jahren alleine in einem Wald zurückgelassen zu haben. Sie waren bereits am Freitag mehrere Stunden lang in Setúbal vernommen worden. Die Mutter, Marine R. aus Colmar, beschreibt sich in Onlinediensten als "Sexologin", die sich auf "Körperpraktiken und spezifische Traumabehandlung" spezialisiert habe.

Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt arbeitete sie in einer Klinik. Es habe keine Hinweise auf Probleme mit ihren Kindern gegeben. Ihr Freund Marc B. ist ein früherer Polizist, der seinen Beruf 2010 an den Nagel gehängt hatte. Im Internet verbreitete er Verschwörungserzählungen und antisemitische Schriften.

Ein Autofahrer hatte die beiden weinenden Kinder am Dienstagabend am Rand einer Straße in der Nähe des Dorfs Comporta entdeckt. Sie hatten Rucksäcke mit Wasser, Keksen und Kleidung, jedoch keine Ausweispapiere bei sich. Sie berichteten, dass ihre Mutter sie in einen Wald gebracht und ihnen "für ein Spiel" die Augen verbunden habe. Als die Kinder ihre Augenbinden abnahmen, sei die Mutter verschwunden gewesen.

Die portugiesischen Behörden hatten die Mutter und ihren Lebensgefährten am Donnerstag in Fátima im Zentrum Portugals festgenommen. Dabei hätten die beiden "eine sehr distanzierte Haltung zu der Situation" an den Tag gelegt, hatte ein Polizeisprecher gesagt.

Die Kinder wurden bei einer Pflegefamilie untergebracht und sollten französischen Medien zufolge von ihrem Vater abgeholt werden, der nach Angaben der portugiesischen Behörden in Frankreich hinsichtlich seiner Kinder "eingeschränkte Besuchsrechte unter Aufsicht" hatte. Der Vater hatte die Mutter und die Kinder am 11. Mai als vermisst gemeldet.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: