Pallade Veneta - Nach Festnahme von Geistlichem in Tschechien: Moskau bestellt Geschäftsträger ein

Nach Festnahme von Geistlichem in Tschechien: Moskau bestellt Geschäftsträger ein


Nach Festnahme von Geistlichem in Tschechien: Moskau bestellt Geschäftsträger ein
Nach Festnahme von Geistlichem in Tschechien: Moskau bestellt Geschäftsträger ein / Foto: Vasily MAXIMOV - AFP/Archiv

Nach der Festnahme eines einflussreichen russisch-orthodoxen Geistlichen in Tschechien hat das Außenministerium in Moskau am Dienstag den Geschäftsträger der tschechischen Botschaft einbestellt. Die Behörden der Tschechischen Republik betrieben eine "Verfolgung" orthodoxer Geistlicher, beklagte das russische Außenamt am Dienstag. Die gegen den früheren Bischof Hilarion erhobenen Vorwürfe des Drogenbesitzes seien "absurd und unbegründet".

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Hilarion Alfejew war am Sonntagabend in Tschechien vorübergehend festgenommen worden, nachdem die Polizei bei einer Kontrolle auf der Autobahn von Karlsbad nach Prag vier Behälter mit einer weißen Substanz in seinem Auto entdeckt hatte. Stunden später wurde er ohne Zahlung einer Kaution wieder entlassen, berichteten Hilarions Vertraute auf dessen Kanal beim Onlinedienst Telegram. Der Geistliche bestreite die Vorwürfe "kategorisch". Eine Untersuchung der Polizei sei im Gange.

Hilarion Alfejew galt lange Zeit als rechte Hand des Moskauer Patriarchen Kyrill, des Oberhauptes der russisch-orthodoxen Kirche. In dieser Funktion leitete er jahrelang das Außenamt des Moskauer Patriarchats. Nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 sprach er sich im Gegensatz zu Kyrill nie offen für diese Offensive aus und wurde wenig später zum Metropoliten der eher unbedeutenden Diözese in Budapest ernannt.

2024 musste er auch dieses Amt abgeben, nachdem ihm ein Mitarbeiter sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatte, die Hilarion bestreitet. Anschließend ging er als Priester in den tschechischen Kurort Karlsbad, der früher bei russischen Touristen beliebt war.

F.M.Ferrentino--PV

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