Pallade Veneta - USA stufen die zwei größten kriminellen Banden Brasiliens als Terrororganisationen ein

USA stufen die zwei größten kriminellen Banden Brasiliens als Terrororganisationen ein


USA stufen die zwei größten kriminellen Banden Brasiliens als Terrororganisationen ein
USA stufen die zwei größten kriminellen Banden Brasiliens als Terrororganisationen ein / Foto: Mauro PIMENTEL - AFP/Archiv

Die USA stufen die beiden größten kriminellen Banden Brasiliens künftig als Terrororganisationen ein. Die Banden Comando Vermelho (CV) und Primeiro Comando da Capital (PCC) gehörten zu den "gewalttätigsten kriminellen Organisationen" des südamerikanischen Landes, begründete US-Außenminister Marco Rubio die Entscheidung am Donnerstag (Ortszeit), die am Freitag kommender Woche in Kraft tritt.

Textgröße ändern:

"Ihr Einfluss und ihr illegales Netzwerk erstrecken sich weit über Brasiliens Grenzen hinaus, bis in unsere Region und in unser Land", fügte Rubio hinzu. Der US-Chefdiplomat hob hervor, dass die beiden Gruppen mit ihren tausenden Mitgliedern für "brutale Angriffe gegen brasilianische Polizisten, Beamte und Zivilisten" verantwortlich seien.

Außerdem sind sie am Drogenhandel beteiligt und kontrollieren große Gebiete in Brasilien - von Armenvierteln in Rio de Janeiro und anderer Großstädte bis hin zu Teilen des Amazonas-Regenwalds.

Der linksgerichtete brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte vor etwa zwei Wochen einen Aktionsplan zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität vorgestellt, lehnt die US-Einstufung von CV und PCC als Terrororganisationen jedoch ab - womöglich auch aus Angst vor einem militärischen Vorgehen der USA in seinem Land.

Lulas Hauptrivale bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl, der rechtsgerichtete Politiker Flavio Bolsonaro, unterstützt das Vorgehen der Regierung von US-Präsident Donald Trump hingegen. Der Sohn des früheren rechtsextremen Staatschefs Jair Bolsonaro hatte nach einem Besuch im Weißen Haus am Dienstag erklärt, er habe Trump um die Einstufung von CV und PCC als Terrororganisationen gebeten.

Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat seine Regierung wiederholt ausländische kriminelle Banden wie etwa die mexikanischen Drogenkartelle Sinaloa und Jalisco Nueva Generación als Terrororganisationen eingestuft. Dadurch erhalten die US-Behörden weiterreichende Befugnisse bei deren Bekämpfung. Die Bandenchefs und Menschen, die mit ihnen in Verbindung stehen, können damit auch mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt werden.

Die Bekämpfung des illegalen Drogenhandels gehört zu den Prioritäten der Regierung Trump. Im Zuge dessen greift die US-Armee seit Monaten immer wieder mutmaßliche Drogenschmuggelboote in der Karibik und im Pazifik an. Dabei wurden bereits fast 200 Menschen getötet. Experten für internationales Recht stufen das Vorgehen des US-Militärs als außergerichtliche Tötungen ein.

A.Saggese--PV

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: