Pallade Veneta - Drei Menschen in Urlaub erstochen: Junger Verdächtiger in Rheinland-Pfalz angeklagt

Drei Menschen in Urlaub erstochen: Junger Verdächtiger in Rheinland-Pfalz angeklagt


Drei Menschen in Urlaub erstochen: Junger Verdächtiger in Rheinland-Pfalz angeklagt
Drei Menschen in Urlaub erstochen: Junger Verdächtiger in Rheinland-Pfalz angeklagt / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Weil er im Urlaub drei Familienmitglieder erstochen haben soll, ist ein 19-Jähriger in Rheinland-Pfalz angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Trier wirft ihm einmal Mord und zweimal Totschlag vor, wie sie am Montag mitteilte. Der junge Deutsche soll die Taten im Dezember auf den Kapverden vor der Westküste Afrikas begangen haben, er wurde wenig später in Portugal festgenommen.

Textgröße ändern:

Zuletzt lebte er in der Eifel, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Ermittlungen gegen ihn führte die Kriminaldirektion Trier. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 19-Jährige im Dezember mit seinem Vater sowie dessen Lebensgefährtin und ihrer Tochter auf die Insel São Vicente in Urlaub flog. In der gemeinsamen Ferienwohnung soll er alle drei mit einem Messer angegriffen und erstochen haben.

Die Opfer starben an tödlichen Halsverletzungen. Zunächst soll der 19-Jährige die Tochter der Partnerin seines Vaters attackiert haben, als diese schon im Bett lag. Da sie nichts von dem Angriff ahnte und keine Möglichkeit zur Gegenwehr hatte, wertete die Staatsanwaltschaft diese Tat als Mord. Das Erstechen des Vaters und der Lebensgefährtin danach stufte sie als Totschlag ein.

Den Angaben nach rief die Frau vor ihrem Tod noch eine Verwandte in Deutschland an, welche die deutsche Polizei alarmierte. Der mutmaßliche Täter floh aus der Ferienwohnung, fuhr mit einem Taxi zum Flughafen und flog dann nach Lissabon.

Dort wurde er zwei Tage später von der portugiesischen Polizei festgenommen. Grundlage war ein Europäischer Haftbefehl, den die Trierer Staatsanwaltschaft beantragt hatte. Mitte Januar sei der 19-Jährige nach Deutschland ausgeliefert worden, teilte die Behörde weiter mit.

Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen habe er geschwiegen, ein mögliches Tatmotiv sei noch unklar. Da er erst 19 Jahre alt ist, wurde die Anklage zur Jugendkammer des Landgerichts Trier erhoben. Das Landgericht entscheidet nun, ob es die Anklage zulässt und einen Gerichtsprozess gegen den 19-Jährigen ansetzt.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: