Pallade Veneta - CDU-Politiker Ziemiak fordert "lückenlose Aufklärung" von Oder-Umweltkatastrophe

CDU-Politiker Ziemiak fordert "lückenlose Aufklärung" von Oder-Umweltkatastrophe


CDU-Politiker Ziemiak fordert "lückenlose Aufklärung" von Oder-Umweltkatastrophe
CDU-Politiker Ziemiak fordert "lückenlose Aufklärung" von Oder-Umweltkatastrophe / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Der Vorsitzende der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe, Paul Ziemiak (CDU), hat eine "lückenlose Aufklärung" des verheerenden Fischsterbens in der Oder gefordert. "Die Verantwortlichen auf polnischer Seite müssen dafür Rechenschaft ablegen", sagte der frühere CDU-Generalsekretär den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Dienstag. Zugleich warnte Ziemiak aber vor gegenseitigen Schuldzuweisungen. "In der aktuellen Situation sollten Politiker jetzt nicht populistisch über die gegenseitige Inkompetenz sprechen, sondern vielmehr gemeinsam dieses gefährliche Umweltproblem lösen."

Textgröße ändern:

Es brauche "eine möglichst enge Zusammenarbeit, um dieses drängende Problem jetzt zu lösen", sagte der Bundestagsabgeordnete. Der Austausch zwischen den deutschen und polnischen Behörden sei "offenkundig in den letzten Wochen nicht eng genug" gewesen. "In einer Grenzregion innerhalb der Europäischen Union darf die Prävention einer solchen Umweltkatastrophe nicht daran scheitern, dass einzelne Akteure im einen oder anderen Land nicht früh genug aktiv werden."

Experten suchen derzeit unter Hochdruck nach Ursachen für das massive Fischsterben in der Oder. Auf deutscher Seite war das Fischsterben vor etwa eine Woche aufgefallen und hatte entsprechende Reaktionen der Behörden ausgelöst. In Polen war das Fischsterben jedoch bereits rund eineinhalb Wochen vorher erstmals beobachtet worden, ohne dass die dortigen Behörden aktiv wurden oder warnten.

Nach bisherigen Informationen gab es erstmals am 28. Juli in der Region um die polnische Stadt Breslau Hinweise auf Vergiftungen und ein Fischsterben. Wer oder was dafür verantwortlich sein könnte, ist bisher aber unklar. Das Wasser bewegte sich dann allmählich in Richtung Oder-Mündung an der Ostsee.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: