Pallade Veneta - Mecklenburg-Vorpommern: Verfassungsschutz zählt erstmals über 2000 Rechtsextreme

Mecklenburg-Vorpommern: Verfassungsschutz zählt erstmals über 2000 Rechtsextreme


Mecklenburg-Vorpommern: Verfassungsschutz zählt erstmals über 2000 Rechtsextreme
Mecklenburg-Vorpommern: Verfassungsschutz zählt erstmals über 2000 Rechtsextreme / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Die Zahl der Rechtsextremen ist in Mecklenburg-Vorpommern erstmals auf mehr als 2000 gestiegen. Der Verfassungsschutz des Landes rechnete der Szene im vergangenen Jahr 2030 Menschen zu, das waren 80 mehr als 2024, wie aus dem am Donnerstag in Schwerin vorgestellten Bericht der Behörde hervorgeht.

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Besonders auffällig sei, dass immer mehr junge Menschen dazukämen, hieß es. Viele von ihnen stammten aus einem bislang locker organisierten Umfeld und rutschen schrittweise in extremistische Strukturen ab.

Um Jugendliche zu erreichen, nutze die Szene "moderne Musikstile" wie Rap oder partyähnliche Formate, die auf den ersten Blick harmlos wirkten, aber extremistische Botschaften transportierten. Zudem zeige sich eine engere Verbindung zwischen Rechtsextremismus, Kampfsport und der Hooliganszene.

Auch die Zahl sogenannter Reichsbürger und Selbstverwalter in Mecklenburg-Vorpommern stieg im vergangenen Jahr von 690 auf 800 Menschen an. 19 Prozent von ihnen gelten laut Verfassungsschutz als gewaltbereit, sieben Prozent werden zugleich dem rechtsextremistischen Spektrum zugerechnet.

Die Zahl der Linksextremisten blieb 2025 mit etwa 450 Menschen auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Die Zahl der Islamisten stieg um 20 Menschen auf 200 an.

Eine "ernste Gefahr" stellen laut Verfassungsschutz auch hybride Bedrohungen dar, also die gezielte Kombination aus Spionage, Cyberangriffen, Desinformation und politischer Einflussnahme. Besonders im Fokus stünden "russische Nachrichtendienste im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine".

A.Graziadei--PV

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