Pallade Veneta - Schüsse auf Polizisten in Göttingen: 16-jähriger Verdächtiger stellt sich

Schüsse auf Polizisten in Göttingen: 16-jähriger Verdächtiger stellt sich


Schüsse auf Polizisten in Göttingen: 16-jähriger Verdächtiger stellt sich
Schüsse auf Polizisten in Göttingen: 16-jähriger Verdächtiger stellt sich / Foto: JOHANNES EISELE - AFP/Archiv

Nach Schüssen auf einen Polizisten bei einem Streit in Göttingen hat sich ein international gesuchter 16-Jähriger gestellt. Der dringend tatverdächtige Jugendliche sei am Dienstagabend in Begleitung eines Rechtsanwalts auf einer Polizeiwache in Göttingen erschienen, teilten die Polizei in der niedersächsischen Stadt und die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Nach ihm war zuvor mit einem europäischen Haftbefehl gefahndet worden.

Textgröße ändern:

Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der Jugendliche am Samstag bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Großfamilien auf einer Straße in Göttingen mehrere Schüsse mit einer scharfen Waffe abgefeuert haben. Dabei traf er auch einen Polizisten und verletzte diesen schwer. Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf sowie den Hintergründen des Geschehens dauerten an, erklärten die Behörden.

Nach Ermittlerangaben liefen seit dem Vorfall großangelegte Einsatz- und Fahndungsmaßnahmen. Unter anderem durchsuchten Spezialkräfte bereits am Montag drei Wohnhäuser in Göttingen und in Gieboldehausen, dabei wurden Mobiltelefone beschlagnahmt. Ein eigens eingerichtetes Hinweisportal, auf dem Zeugen Videos und Bilder des Geschehens hochladen konnten, wurde laut Polizei und Staatsanwaltschaft schon mehr als 2000-mal aufgerufen.

Göttingens Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn begrüßte die Festnahme des Tatverdächtigen als "deutliches Signal für die Funktionsfähigkeit unseres Rechtsstaates". Sie sei davon überzeugt, dass die "robusten Einsatzmaßnahmen" und die intensive Ermittlungsarbeit dazu geführt hätten, dass sich der Jugendliche schließlich selbst gestellt habe.

U.Paccione--PV

Empfohlen

AfD darf von bayerischem Verfassungsschutz beobachtet werden

Die AfD darf durch das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet werden. Mit einem am Mittwoch in München veröffentlichten Beschluss lehnte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) die von der AfD beantragte Zulassung der Berufung gegen ein entsprechendes Urteil des Verwaltungsgerichts München ab. Die Entscheidung ist unanfechtbar.

Bericht: Zoll hebt illegale Zigarettenfabrik in Rheinland–Pfalz aus

In Rheinland-Pfalz hat der Zoll eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben. Bei dem im Mai erfolgten dreitägigen Einsatz seien vier Tatverdächtige festgenommen worden, berichtete der SWR am Mittwoch. Mehr als 120 Einsatzkräfte durchsuchten demnach insgesamt 13 Lagerhallen und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Der mutmaßliche Steuerschaden belaufe sich auf insgesamt rund 5,4 Millionen Euro.

Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro muss Waffenbesitz während Hausarrest vor Gericht erklären

Der verurteilte Ex-Präsident Brasiliens, Jair Bolsonaro, muss vor Gericht erklären, weshalb er während seines Hausarrests im Besitz einer Schusswaffe war. Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof gab Bolsonaros Anwaltsteam am Dienstag 24 Stunden Zeit, sich zu dem Waffenbesitz zu äußern. Die Pistole war bei einer Polizeikontrolle beschlagnahmt worden.

Geldwäscheverdacht: Grenzfahnder finden 850.000 Euro Bargeld in Kofferraum

Bei der Kontrolle eines Autos an der Grenze zu Tschechien haben Fahnder der Polizei Bargeld im Wert von 850.000 Euro gefunden. Nun wird wegen Geldwäsche ermittelt, wie die Polizei im bayerischen Regensburg am Dienstag mitteilte. Zudem habe der Fahrer keinen gültigen Führerschein.

Textgröße ändern: