Pallade Veneta - Griechenland: Eine Tote bei Angriffen auf Häuser von Politikern der Regierungspartei

Griechenland: Eine Tote bei Angriffen auf Häuser von Politikern der Regierungspartei


Griechenland: Eine Tote bei Angriffen auf Häuser von Politikern der Regierungspartei
Griechenland: Eine Tote bei Angriffen auf Häuser von Politikern der Regierungspartei / Foto: Sakis Mitrolidis - AFP

In der nordgriechischen Stadt Thessaloniki ist bei Angriffen auf die Privathäuser von drei Politikern der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia mit selbstgebastelten Sprengsätzen ein Mensch getötet worden. Bei dem Todesopfer handele es sich um die Mutter der ehemaligen Parteikandidatin Afroditi Nestora, teilte am Mittwochabend das Krankenhaus mit, in dem sie behandelt worden war. Vier weitere Menschen wurden Behördenangaben zufolge verletzt.

Textgröße ändern:

Die Nachrichtenplattform Kathimerini hatte zuvor berichtet, dass Nestoras Eltern verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden seien. Als weitere Anschlagsziele wurden der Vorsitzende des Parteivorstands, Sisis Ioakimovic, und der ehemalige Abgeordnete Savvas Anastasiades genannt. Der Polizei zufolge wurden bei dem Angriff auf Nestoras Wohnung fünf Menschen verletzt, darunter Nestora selbst und ihre Eltern. In der Tiefgarage des Wohngebäudes seien zudem vier Fahrzeuge ausgebrannt.

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis äußerte sich "empört" und sprach von einem "feigen, terroristischen und mörderischen Anschlag". Er wollte Thessaloniki später besuchen, um seinen Parteikollegen beizustehen. Nach der Bekanntgabe des Todes einer der Verletzten erklärte Mitsotakis, dies "bestätigt den mörderischen und unmenschlichen Charakter der blinden Gewalt, die im öffentlichen Leben existiert".

Der Polizei zufolge wurden die Angriffe in den frühen Morgenstunden verübt. Die improvisierten Sprengsätze wurden demnach aus Butangasflaschen hergestellt. Hinter allen Anschläge werden dieselben Täter vermutet. Laut Polizei wird nun das Videomaterial ausgewertet.

Die Polizei äußerte sich zunächst weder zu den Tätern noch zum möglichen Motiv. Selbstgebaute Sprengsätze werden in Griechenland häufig von linksextremen und anarchistischen Gruppierungen verwendet.

Mitsotakis erklärte, seine Reise nach Thessaloniki solle "eine absolut klare und unmissverständliche Botschaft senden: null Toleranz gegenüber jeder neuen Form des Terrorismus, die in unserem Land auftreten könnte". Auch linke Oppositionsparteien verurteilten die Anschläge.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: