Pallade Veneta - Venezuela: Mann acht Tage nach Erdbeben gerettet

Venezuela: Mann acht Tage nach Erdbeben gerettet


Venezuela: Mann acht Tage nach Erdbeben gerettet
Venezuela: Mann acht Tage nach Erdbeben gerettet / Foto: Federico PARRA - AFP

Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern gerettet. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil am Donnerstag im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen. Er wurde auf einer Trage zu einem Rettungswagen gebracht, der ihn zur Behandlung in die Hauptstadt Caracas bringen sollte.

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Gil habe als Wachmann in dem Gebäude gearbeitet, berichteten Anwesende. Als dieses einstürzte, sei er in seinem Wachhäuschen verschüttet worden. Rettungskräfte aus sieben Ländern hatten mehr als drei Tage lang versucht, zu dem Verschütteten vorzudringen und ihn gleichzeitig mit Wasser und Sauerstoff versorgt.

Dass ihr Mann noch lebe, sei "wirklich ein Wunder", hatte Gils Ehefrau Gusbimar González vor der geglückten Rettung gesagt. Sie sei "völlig überwältigt", dass Menschen aus so vielen Ländern zusammengekommen seien, "um einen einzigen Menschen zu retten". Die beteiligten Rettungsteams kamen aus Venezuela, Chile, Costa Rica, El Salvador, Mexiko, Portugal und den USA und arbeiteten rund um die Uhr.

Tagelang trugen sie vorsichtig Trümmer ab, um weitere Einstürze in dem Schuttberg zu verhindern. In einem dramatischen Finale setzten sie am Donnerstag dann einen Presslufthammer ein, um eine letzte Betonplatte zu durchbrechen, weil ein benachbartes Gebäude einzustürzen drohte.

Er habe noch nie einen "so schwierigen" Einsatz erlebt, sagte einer der Helfer, der nicht namentlich genannt werden wollte. "Ich weiß nicht, ob es jemals zuvor eine so lange Rettungsaktion dieser Art gegeben hat."

Am Mittwoch vergangener Woche hatten kurz hintereinander zwei starke Erdbeben den Norden Venezuelas erschüttert. Nach offiziellen Angaben wurden bislang 2295 Todesopfer geborgen, mehr als 11.000 Menschen wurden verletzt. Zehntausende Menschen werden zudem noch vermisst. Fachleuten zufolge sind nach einer Naturkatastrophe die ersten 72 Stunden entscheidend, um noch Überlebende zu finden.

G.Riotto--PV

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