Pallade Veneta - Scheinrechnungen mit Millionenschaden: Verdächtiger nach zehn Jahren verhaftet

Scheinrechnungen mit Millionenschaden: Verdächtiger nach zehn Jahren verhaftet


Scheinrechnungen mit Millionenschaden: Verdächtiger nach zehn Jahren verhaftet
Scheinrechnungen mit Millionenschaden: Verdächtiger nach zehn Jahren verhaftet / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP/Archiv

Nach über zehnjähriger Flucht haben Ermittler aus Nordrhein-Westfalen den Kopf einer mutmaßlichen Bande verhaftet, die mit Scheinrechnungen im Baugewerbe einen Millionenschaden verursacht haben soll. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft, wie das Hauptzollamt Duisburg am Donnerstag mitteilte. Die Bande soll jahrelang Firmen aus der Bau-, Gerüstbau- und Gebäudereinigungsbranche mit Scheinrechnungen sowie Schwarzgeld versorgt haben.

Textgröße ändern:

Die Kunden dieser Firma sollen dadurch Sozialversicherung, Lohnsteuer und Sozialkassenbeiträge hinterzogen haben. Dadurch sei ein Schaden von mindestens 30 Millionen Euro entstanden. Seit zwölf Jahren wird gegen die Gruppe ermittelt. In dem Komplex gab es Ende 2015 bundesweite Durchsuchungen.

Schon damals wurde der Hauptverdächtige festgenommen. In seiner Wohnung wurden unter anderem gefälschte Pässe gefunden. Nach zwei Monaten wurde die Untersuchungshaft außer Vollzug gesetzt. Dies nutzte der Mann zur Flucht.

Zwischenzeitlich änderte er seinen Vornamen. Im Juni wurde er nun am Flughafen Heathrow in der britischen Hauptstadt London festgenommen. Mitte Juni wurde er nach Deutschland ausgeliefert und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Griechischer Neonazi kündigt nach Haftentlassung Rückkehr in die Politik an

Nach mehrjähriger Haft ist der griechische Neonazi und ehemalige Sprecher der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte, Ilias Kasidiaris, am Dienstag aus dem Gefängnis entlassen worden. Mit erhobener Faust und einer griechischen Fahne in der Hand erklärte Kasidiaris vor Anhängern vor dem Gefängnis von Domokos im Zentrum Griechenlands, er kehre zurück in die Politik zu einer "neuen, starken nationalen Partei, wie jene, die ganz Europa dominieren".

Textgröße ändern: