Pallade Veneta - Britische Regierung stellt 250 Millionen Pfund zum Schutz jüdischer Gemeinschaft bereit

Britische Regierung stellt 250 Millionen Pfund zum Schutz jüdischer Gemeinschaft bereit


Britische Regierung stellt 250 Millionen Pfund zum Schutz jüdischer Gemeinschaft bereit
Britische Regierung stellt 250 Millionen Pfund zum Schutz jüdischer Gemeinschaft bereit / Foto: Toby Shepheard - AFP/Archiv

Die britische Regierung will angesichts zunehmender antisemitischer Angriffe in den kommenden drei Jahren 250 Millionen Pfund (mehr als 293 Millionen Euro) für zusätzlichen Schutz der jüdischen Gemeinschaft bereitstellen. Damit soll nach Angaben vom Montag unter anderem die Entsendung von mehr als 500 Polizisten in jüdisch geprägte Gegenden finanziert werden. Allein 300 Beamte sollen demnach in London eingesetzt werden.

Textgröße ändern:

Zudem würden mit den Geldern weitere Polizeistreifen vor Synagogen und jüdischen Schulen sowie mehr Beamte in Zivil finanziert. Ein Teil der Mittel soll zudem in Bildungsmaßnahmen gegen Antisemitismus fließen. Der scheidende britische Premier Keir Starmer erklärte, der wachsende Antisemitismus der vergangenen Jahre in Großbritannien sei eine Herausforderung "für unsere Werte als Land".

Jüdische Gemeinden sähen sich "einer außergewöhnlichen Bedrohung ausgesetzt", erklärte auch der Vizechef der Londoner Metropolitan Police, Matt Jukes. Diese sei "neben Terrorismus und Einmischung feindlich gesinnter Staaten auch durch zunehmende Hassverbrechen gekennzeichnet".

Erst Ende April waren im von vielen Juden bewohnten Londoner Stadtteil Golders Green zwei Männer mit einem Messer verletzt worden. Die Polizei sprach von einem terroristischen Angriff. Starmer versprach daraufhin mehr Mittel für den Schutz von Jüdinnen und Juden und warf dem Iran vor, "britischen Juden Schaden zufügen" zu wollen. Im Mai kündigte die Polizei in London die Gründung einer Spezialeinheit zum Schutz der jüdischen Gemeinschaft an.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Griechischer Neonazi kündigt nach Haftentlassung Rückkehr in die Politik an

Nach mehrjähriger Haft ist der griechische Neonazi und ehemalige Sprecher der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte, Ilias Kasidiaris, am Dienstag aus dem Gefängnis entlassen worden. Mit erhobener Faust und einer griechischen Fahne in der Hand erklärte Kasidiaris vor Anhängern vor dem Gefängnis von Domokos im Zentrum Griechenlands, er kehre zurück in die Politik zu einer "neuen, starken nationalen Partei, wie jene, die ganz Europa dominieren".

Zwei eritreische Regierungsgegner in Deutschland unter Terrorverdacht festgenommen

Nach organisierten gewalttätigen Ausschreitungen mit Verletzten sind zwei führende mutmaßliche Mitglieder einer regierungskritischen Organisation aus dem ostafrikanischen Eritrea in Deutschland festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, wird den Männern Mitgliedschaft in der als inländische terroristische Vereinigung eingestuften Brigade N'Hamedu vorgeworfen. Der deutsche Ableger der gleichnamigen eritreischen Bewegung soll für Krawalle im hessischen Gießen und im baden-württembergischen Stuttgart verantwortlich gewesen sein.

Textgröße ändern: