Pallade Veneta - Sánchez zu Waldbränden in Spanien: "Dramatische" Situation - Vier Flugzeuge angefordert

Sánchez zu Waldbränden in Spanien: "Dramatische" Situation - Vier Flugzeuge angefordert


Sánchez zu Waldbränden in Spanien: "Dramatische" Situation - Vier Flugzeuge angefordert
Sánchez zu Waldbränden in Spanien: "Dramatische" Situation - Vier Flugzeuge angefordert / Foto: Pierre-Philippe MARCOU - AFP

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat die Lage angesichts der verheerenden Waldbrände in Südeuropa als "dramatisch" beschrieben. Von den Bränden seien nicht nur verschiedene spanische Provinzen betroffen, sondern auch Regionen der Nachbarländer, erklärte er am Freitag im Onlinedienst X. Die Regierung setze "alle verfügbaren" Mittel ein.

Textgröße ändern:

Spanien forderte über den Katastrophenschutzmechanismus der EU vier Löschflugzeuge zur Bekämpfung der Brände an, wie das Innenministerium mitteilte. Griechenland habe bereits zugestimmt, zwei Canadair-Löschflugzeuge zu entsenden.

Hunderte Feuerwehrleute und Soldaten kämpften in Spanien gegen die Waldbrände, die weiterhin weniger als 100 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Madrid wüteten. Die Feuer waren am Freitagmorgen noch immer außer Kontrolle, wie die Behörden mitteilten. Sorgen machte den Behörden das Wetter: Vor allem der Wind werde die Löscharbeiten am Freitag erschweren, erklärte die Verwaltung der Region Madrid auf X.

Wegen der Waldbrände hatte die spanische Regierung am Donnerstagabend für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" ausgerufen. Dieser gelte ab sofort für die Hauptstadtregion Madrid sowie in der nahegelegenen Provinz Ávila, teilte das Innenministerium mit. Durch die Ausrufung des Notstands kann der Staat mehr Mittel und Gelder im Kampf gegen die Flammen mobilisieren. Unter anderem wird die Leitung der Einsätze automatisch in die Hände einer militärischen Kriseneinheit gelegt.

In den vergangenen Tagen waren in Spanien zahlreiche Brände ausgebrochen. Vor allem ein außer Kontrolle geratener Waldbrand westlich von Madrid sorgt die Einsatzkräfte und Anwohner. Am Donnerstag wurde deshalb für 3500 Menschen eine Evakuierung angeordnet. Bereits am Vortag hatten die Behörden in Gemeinden südwestlich der spanischen Hauptstadt wegen eines weiteren Brandes Evakuierungen verfügt. Insgesamt mussten rings um Madrid bislang 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Durch Waldbrände sind in Spanien in diesem Jahr bislang bereits fast 130.000 Hektar Land verbrannt.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Griechischer Neonazi kündigt nach Haftentlassung Rückkehr in die Politik an

Nach mehrjähriger Haft ist der griechische Neonazi und ehemalige Sprecher der rechtsextremen Partei Goldene Morgenröte, Ilias Kasidiaris, am Dienstag aus dem Gefängnis entlassen worden. Mit erhobener Faust und einer griechischen Fahne in der Hand erklärte Kasidiaris vor Anhängern vor dem Gefängnis von Domokos im Zentrum Griechenlands, er kehre zurück in die Politik zu einer "neuen, starken nationalen Partei, wie jene, die ganz Europa dominieren".

Zwei eritreische Regierungsgegner in Deutschland unter Terrorverdacht festgenommen

Nach organisierten gewalttätigen Ausschreitungen mit Verletzten sind zwei führende mutmaßliche Mitglieder einer regierungskritischen Organisation aus dem ostafrikanischen Eritrea in Deutschland festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, wird den Männern Mitgliedschaft in der als inländische terroristische Vereinigung eingestuften Brigade N'Hamedu vorgeworfen. Der deutsche Ableger der gleichnamigen eritreischen Bewegung soll für Krawalle im hessischen Gießen und im baden-württembergischen Stuttgart verantwortlich gewesen sein.

45-Jähriger in Bayern bei Feier in Wohnung tödlich verletzt - Täter flüchtig

Ein 45-Jähriger ist in Bayern bei einer nächtlichen Feier in einer Wohnung durch einen Unbekannten tödlich verletzt worden. Der Mann erlag am Dienstag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in Bayreuth und die Staatsanwaltschaft Coburg mitteilten. Der vermummte Täter soll in der Nacht gewaltsam in die Wohnung gelangt sein und den 45-Jährigen attackiert haben. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Textgröße ändern: