Pallade Veneta - Frankreich setzt Militärflugzeug gegen Waldbrände im Südwesten ein

Frankreich setzt Militärflugzeug gegen Waldbrände im Südwesten ein


Frankreich setzt Militärflugzeug gegen Waldbrände im Südwesten ein
Frankreich setzt Militärflugzeug gegen Waldbrände im Südwesten ein / Foto: Olivier MORIN - AFP

Zur Bekämpfung der Waldbrände im Südwesten Frankreichs soll ab Samstag ein militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M eingesetzt werden. Premierminister Sébastien Lecornu habe den Streitkräften die Entsendung der Maschine angeordnet, teilte sein Büro mit. Zudem sollen 100 Feuerwehrleute aus Paris bei der Brandbekämpfung helfen, erklärte der Kommandeur der Pariser Feuerwehrbrigade, Arnaud de Cacqueray, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

Das A400M-Flugzeug soll mit einem versuchsweise entwickelten System ausgestattet werden, mit dem es 20 Tonnen Löschmittel abwerfen kann. Dies entspricht nach Regierungsangaben etwa der Kapazität von zwei Löschflugzeugen vom Typ Dash. Der Einsatz war wegen technischer Vorbereitungen und Tests ursprünglich erst für Ende dieses Monats vorgesehen.

Das Innen- und das Verteidigungsministerium hatten mit dem Flugzeughersteller Airbus eine Vereinbarung über die Ausrüstung der A400M geschlossen. Erforderlich sind Flugtests und die Schulung der Besatzungsmitglieder. Dieser Prozess begann nach Angaben des Innenministeriums am 20. Juli.

Die A400M soll vor sich ausbreitenden Feuern eingesetzt werden, um besonders gefährdete Gebiete zu schützen. Die Feuerwehrleute aus Paris sollen vor allem direkt bei der Brandbekämpfung helfen. Nach Angaben des Pariser Feuerwehrkommandeurs de Cacqueray waren 45 von ihnen mit sechs Fahrzeugen bereits in der Gironde eingetroffen.

Der Einsatz sei fast dreimal so umfangreich wie die Entsendung Pariser Feuerwehrleute bei den schweren Bränden von 2022, sagte de Cacqueray weiter. Er rechnete deshalb mit längeren Reaktionszeiten in der Hauptstadt und appellierte an die Bevölkerung, die Feuerwehr dort nur in absoluten Notfällen zu rufen.

Hunderte Einsatzkräfte kämpfen im Südwesten Frankreichs seit Tagen gegen Brände in der Gironde nahe der Großstadt Bordeaux und bei Biscarrosse im benachbarten Département Landes. Mehr als 140.000 Menschen wurden evakuiert, rund 22.000 Hektar Land verbrannten.

A.Saggese--PV

Empfohlen

USA verhängen Sanktionen gegen IStGH-Präsidentin Tomoko Akane

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Tomoko Akane, verhängt. Das Tribunal sei ein "korruptes und in fataler Weise politisiertes supranationales Gericht, das seine Befugnisse böswillig missbraucht und sein Mandat überschritten hat", erklärte US-Außenminister Marco Rubio am Dienstag zur Begründung. Washington belegte außerdem den IStGH-Ankläger Abdoulaye Seye mit weiteren Sanktionen.

In Wohnung in Hessen getöteter 20-Jähriger: Tatverdächtiger festgenommen

Nach dem Fund eines getöteten 20-Jährigen in Hessen haben Ermittler einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 23-Jährige kam in Untersuchungshaft, wie die Polizei in Darmstadt am Dienstag mitteilte. Er war der Mitbewohner des Opfers. Eine Obduktion erhärtete den Verdacht, dass dieses getötet wurde.

Menschen absichtlich angefahren: Psychiatrie für 27-Jährigen in Brandenburg

Weil er vier Menschen absichtlich mit einem Auto anfuhr und einen davon dadurch tötete, hat das Landgericht Potsdam für einen 27-Jährigen die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Er galt wegen einer paranoiden Schizophrenie als schuldunfähig, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte.

Lebenslange Haft für 43-Jährigen nach Mord an Bekanntem in Keller in Hessen

Das Landgericht im hessischen Darmstadt hat einen 43-Jährigen wegen Mordes an einem Bekannten in einem Keller zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte. Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 43-Jährige sein Opfer im Oktober in Lampertheim mit einem Messer erstochen hatte.

Textgröße ändern: