Junge-Union-Chef spricht nach CSD-Bluttat von "Kriegserklärung" des Islamismus
Nach der Gewalttat beim Berliner Christopher Street Day hat der Vorsitzende der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, Johannes Winkel, von einer "Kriegserklärung" radikaler Islamisten gegen die offene Gesellschaft gesprochen. "Der Westen und der Islamismus: Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg", schrieb Winkel am Sonntag im Onlinenetzwerk X. Die Weckrufe würden ignoriert, kritisierte Winkel: "Statt sich zu wehren und mit aller Härte zurückzuschlagen, weigern wir uns, die Kriegserklärung zu hören."
Die Junge Union stufte die Gewalttat in einer Botschaft bei X als "islamistischen Anschlag auf den CSD" ein. Beim Christopher Street Day war am Vorabend ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gerast und hatte mindestens einen Menschen getötet. 16 weitere Menschen wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Die Polizei schrieb einen 21-jährigen Tatverdächtigen öffentlich zur Fahndung aus. Es handelt sich um den mutmaßlichen Islamisten Abdul B..
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) kündigte eine Debatte über die politischen Konsequenzen der Tat an. "Aktuell liegt der Fokus auf der Fahndung nach dem oder den Tätern und der Trauer um die Opfer", schrieb Rhein auf X. "Danach wird die Tat auch politisch zu bewerten sein." Rhein fügte hinzu: "Wieder hat ein feiger und menschenverachtender Anschlag friedlich feiernde Menschen getroffen."
S.Urciuoli--PV