Pallade Veneta - Millionen Glimmstengel und 40 Tonnen Tabak: Zoll stürmt illegale Zigarettenfabrik

Millionen Glimmstengel und 40 Tonnen Tabak: Zoll stürmt illegale Zigarettenfabrik


Millionen Glimmstengel und 40 Tonnen Tabak: Zoll stürmt illegale Zigarettenfabrik
Millionen Glimmstengel und 40 Tonnen Tabak: Zoll stürmt illegale Zigarettenfabrik / Foto: John THYS - AFP/Archiv

Nach monatelangen verdeckten Ermittlungen haben Zollfahnder in einem ehemaligen Gewerbeobjekt in Sachsen-Anhalt eine illegale Zigarettenfabrik gestürmt. Sie beschlagnahmten in Haldensleben unter anderem rund acht Millionen unversteuerte Zigaretten sowie 40 Tonnen Tabak, wie das Zollfahndungsamt im niedersächsischen Hannover am Montag mitteilte. Die kriminellen Betreiber tarnten die Anlage in einem Hallenkomplex auf einem früheren Fabrikgelände demnach aufwändig.

Textgröße ändern:

Laut Zoll bauten diese das Objekt "umfangreich" aus und installierten eine "professionelle Geräuschdämmung", um Aufmerksamkeit zu vermeiden. Auch eine Videoüberwachungsanlage war installiert. In dem während der Durchsuchung am Dienstag vergangener Woche verlassenen Objekt befand sich zudem ein Unterkunftsbereich für mutmaßlich mehr als 20 Menschen.

Die Ermittler gingen davon aus, dass Arbeiter dort "über einen längeren Zeitraum unter fragwürdigen Bedingungen" ohne Kontakt zur Außenwelt lebten. Die Beschäftigten der illegalen Fabrik hätten die Anlage wohl nicht verlassen dürfen, um in der Umgebung keinen Verdacht zu erregen.

Die acht Millionen in den Komplex gefundenen Zigaretten waren demnach größtenteils fertig für den Transport verpackt, daneben stießen die Einsatzkräfte zudem auf mehr als 300 Paletten mit Vormaterialien wie Filter und Hülsen. Festnahmen gab es bei dem Einsatz, zu dem weitere Durchsuchungen im umliegenden Landkreis Börde gehörten, jedoch nicht.

Den Steuerschaden durch die beschlagnahmten Zigaretten und den in der illegalen Fabrik gefundenen Tabak bezifferte der Zoll auf rund 5,3 Millionen Euro. Die Ermittlungen gegen die Hintermänner dauerten an.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Berliner CSD-Verein warnt nach Anschlag vor Spaltung und Hass gegen Muslime

Der Berliner CSD-Verein hat nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in der Bundeshauptstadt vor einer Instrumentalisierung der Tat gegen Muslime gewarnt. "Wir benennen islamistischen Terror klar und ohne Relativierung", erklärte der Vorstand am Montag. Zugleich stelle man sich "jedem Versuch entgegen", die Tat für Hass gegen Muslime und Menschen bestimmter Herkunft zu "instrumentalisieren".

CSD-Anschlag: Berliner Justiz verteidigt Aufhebung von Haftbefehl

Die Berliner Justiz hat die Aufhebung des Haftbefehls gegen den mutmaßlichen Attentäter vom Berliner Christopher Street Day (CSD) nach dessen Verurteilung im Mai verteidigt. Da das Gericht eine Strafe von einem Jahr und zehn Monaten für tat- und schuldangemessen erachtet habe und die Untersuchungshaft anzurechnen sei, sei dies nicht ungewöhnlich, teilte eine Sprecherin des Berliner Strafgerichts am Montag mit.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze fordert nach CSD-Anschlag härtere Konsequenzen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) schärfere Konsequenzen im Umgang mit radikalisierten Menschen gefordert. Es reiche nicht mehr, wenn Behörden oder Verantwortliche im Nachhinein erklärten, sie hätten von einer Radikalisierung "so ein bisschen mitbekommen, aber so richtig auch nicht", sagte Schulze am Montag im Deutschlandfunk.

Waldbrandsituation in französischer Gironde in der Nacht "insgesamt stabil"

Der heftige Waldbrand, der in der Gironde im Südwesten Frankreichs 42.000 Hektar Land verwüstet und zur Evakuierung von 220.000 Menschen geführt hat, ist in der Nacht zum Montag nach Angaben der Präfektur "insgesamt stabil" geblieben. Es habe im Laufe der Nacht "keine nennenswerten Entwicklungen gegeben", hieß es am Montagmorgen in einer Pressemitteilung. Die Einsatz- und Rettungskräfte seien "weiterhin in vollem Umfang im Einsatz und setzen ihre Aufgaben vor Ort fort".

Textgröße ändern: