Pallade Veneta - Hauseinsturz mit drei Toten in Görlitz: Haftbefehle gegen Verdächtige erlassen

Hauseinsturz mit drei Toten in Görlitz: Haftbefehle gegen Verdächtige erlassen


Hauseinsturz mit drei Toten in Görlitz: Haftbefehle gegen Verdächtige erlassen
Hauseinsturz mit drei Toten in Görlitz: Haftbefehle gegen Verdächtige erlassen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Mehr als zwei Monate nach dem Hauseinsturz mit drei Toten im sächsischen Görlitz sind in der Sache Haftbefehle gegen die beiden bereits wegen anderer Delikte im Gefängnis sitzenden Tatverdächtigen erlassen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Görlitz am Dienstag mitteilten, wurden den Beschuldigten Haftbefehle wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge und fahrlässiger Tötung eröffnet. Damit ist abgesichert, dass sie in Untersuchungshaft verbleiben, sollten die Haftgründe für ihre früheren Strafen wegfallen.

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Am 18. Mai war ein Mehrfamilienhaus in der Görlitzer Innenstadt eingestürzt. In den Tagen darauf wurden unter den Trümmern die Leichen zweier Frauen im Alter von 25 und 26 Jahren sowie eines 48-jährigen Manns gefunden. Nach der Explosion hatten zeitweise auch zehn Nachbarhäuser geräumt werden müssen.

Knapp drei Wochen darauf nahm die Polizei zwei Tatverdächtige fest. Es besteht der Verdacht, dass es sich bei den damals 27 und 33 Jahre alten Männern um Metalldiebe handelt, die am Unglückstag Rohrleitungen in dem Haus beschädigt oder manipuliert und damit eine Gasexplosion verursacht haben könnten.

Gutachten von Sachverständigen bestätigten inzwischen eine Gasexplosion als Einsturzursache. Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Das Landeskriminalamt Sachsen rekonstruierte ein 3D-Modell, um mögliche Anhaltspunkte für eine Manipulation an den Leitungen zu prüfen. Dies befindet sich den Angaben zufolge derzeit in der Endphase. Auch die Materialuntersuchungen laufen demnach noch.

O.Merendino--PV

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