Pallade Veneta - Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie

Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie


Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie
Tödlicher Messerangriff in Regensburger Bank: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie / Foto: Michaela Stache - AFP/Archiv

Fünf Tage nach einem tödlichen Messerangriff auf einen Bankmitarbeiter im bayerischen Regensburg ist der 20-jährige Verdächtige wegen Hinweisen auf eine psychische Erkrankung vorläufig in einer Psychiatrie untergebracht worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Regensburg am Dienstag mit. Ein psychiatrisch-forensisches Kurzgutachten sei zu dem Ergebnis gekommen, dass seine Schuldfähigkeit "zumindest erheblich vermindert" gewesen sei. Vollständige Schuldunfähigkeit sei denkbar.

Textgröße ändern:

Der Verdächtige soll am Donnerstag vergangener Woche in einer Bank in der Regensburger Innenstadt mit einem Messer auf einen Beschäftigten eingestochen haben, nachdem er diesem zuvor einen Zettel mit einer Geldforderung vorgelegt hatte. Laut Ermittlern vergingen zwischen der Vorlage des Zettels und der Messerattacke aber nur wenige Sekunden.

Nach dem Angriff begab sich der Verdächtige in rückwärtige Räume der Bankfiliale, in der sich zur Tatzeit weitere Mitarbeiter und Kunden aufhielten. Diese brachten sich selbst mit Unterstützung von Einsatzkräften über ein Fenster in Sicherheit oder wurden später von Polizisten ins Freie gebracht. Den 20-Jährigen fanden Spezialkräfte in einer Toilette der Bank. Er ließ sich dort widerstandslos festnehmen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen Mordes, zunächst kam er in Untersuchungshaft. Aufgrund der von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Begutachtung durch einen Sachverständigen ordnete ein Gericht am Dienstag allerdings die einstweilige Unterbringung in einer psychiatrischen Facheinrichtung an. Nach Einschätzung des Experten lägen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Tat auf eine psychiatrische Erkrankung zurückgehen könnte, hieß es. Details wurden nicht genannt.

Der durch mehrere Messerstiche schwerstverletzte Bankmitarbeiter war gemeinsam mit weiteren Tatzeugen durch ein Fenster aus dem Gebäude gebracht worden. Trotz aller Rettungsbemühungen starb er im Krankenhaus.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 140 weitere Verdachtsfälle

Im Fall eines wegen mehrfachen Patientenmordes verurteilten Krankenpflegers in Nordrhein-Westfalen weiten sich die Ermittlungen deutlich aus. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt in 121 weiteren Verdachtsfällen gegen den ehemaligen Krankenpfleger, wie eine Sprecherin am Montag sagte. In Köln laufen nach Angaben der dortigen Staatsanwaltschaft zudem Ermittlungen in 18 Verdachtsfällen. Der Pfleger war im November vom Landgericht Aachen wegen mehrfachen Mordes an Patienten verurteilt worden.

30-Jähriger nach Streit an Bahnhof Zoo erschossen: Täter in Berlin flüchtig

Nach einem Streit vor dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin ist ein 30-jähriger Mann durch Schüsse auf offener Straße tödlich verletzt worden. Der Schütze sei mit einem Fahrzeug vom Tatort geflohen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der Bundeshauptstadt am Montag mit. Mehrere Beteiligte waren demnach am Sonntagabend kurz vor Mitternacht auf dem Hardenbergplatz vor dem Bahnhof im Stadtteil Charlottenburg in einen Streit geraten.

Wegen Patientenmorden verurteilter Krankenpfleger: Rund 120 weitere Verdachtsfälle

Im Fall eines wegen mehrfachen Patientenmordes verurteilten Krankenpflegers in Nordrhein-Westfalen weiten sich die Ermittlungen deutlich aus. Gegen den ehemaligen Krankenpfleger werde in 121 weiteren Verdachtsfällen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Aachen am Montag. Bislang wurden schon 39 Leichen exhumiert. Die Ermittlungen reichen demnach bis September 2022 zurück. Der Mann war im November vom Landgericht Aachen wegen mehrfachen Mordes an Patienten verurteilt worden.

Erneut Waldbrand nahe Athen ausgebrochen - Dutzende Feuerwehrleute im Einsatz

Erneut ist nahe der griechischen Hauptstadt Athen ein Waldbrand ausgebrochen. Mehr als 170 Feuerwehrleute und zahlreiche Löschfahrzeuge waren am Montagmorgen nahe Kouvaras etwa 60 Kilometer südöstlich von Athen im Einsatz, wie die Feuerwehr mitteilte. Aus der Luft wurden sie von zwei Löschflugzeugen und vier Hubschraubern unterstützt. Die Behörden ordneten die Evakuierung des Dorfes Agios Stylianos an. Heftige Windböen behinderten laut dem Fernsehsender ERT News die Löscharbeiten.

Textgröße ändern: