Pallade Veneta - Papst Leo XIV. versteht sich nicht als US-Amerikaner

Papst Leo XIV. versteht sich nicht als US-Amerikaner


Papst Leo XIV. versteht sich nicht als US-Amerikaner
Papst Leo XIV. versteht sich nicht als US-Amerikaner / Foto: TIZIANA FABI - AFP/Archiv

Papst Leo XIV. versteht sich nicht in erster Linie als US-Amerikaner. "Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist", sagte der Pontifex dem US-Sender NBC am Mittwoch (Ortszeit) in einem Interview. Er fügte aber hinzu: "Ohne zu schmälern, was es bedeutet, Amerikaner zu sein." Er verspüre "eine große Liebe" für die USA, beteuerte der in der Chicago geborene Papst.

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Er sehe seine "Mission als eine mit einer sehr wichtigen Dimension, nämlich gerade als Hirte einer universalen Kirche zu wirken und eine Stimme und eine Möglichkeit zu haben, zu Menschen auf der ganzen Welt zu sprechen", führte Leo aus.

Auf die Frage, was genau er an den USA liebe, antwortete das Oberhaupt der katholischen Kirche: "So viele Dinge." Er liebe die Prinzipien, für die sein Heimatland stehe: "Das Gefühl von Freiheit, das Gefühl von Chancen, das Gefühl, über Generationen Menschen aus aller Welt eingeladen zu haben, Teil der USA zu sein."

Der Pontifex verwies darauf, dass seine Großeltern Einwanderer waren. Auf der Seite seiner Mutter "gab es Menschen, die sowohl Sklaven als auch Sklavenhalter waren".

Leo hat, wie sein Vorgänger Franziskus, wiederholt für Migranten Stellung bezogen und das rigorose Vorgehen gegen Einwanderer in den Vereinigten Staaten kritisiert. US-Präsident Donald Trump kritisierte den Pontifex daraufhin im April als "schwach" bei der Kriminalitätsbekämpfung wie auch "schrecklich" in der Außenpolitik. Der Papst erklärte, er habe keine Angst vor Trump.

Den Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli verbrachte der Papst auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa. Auf der nur 20 Quadratkilometer großen Insel südlich von Sizilien kommen viele Geflüchtete an. Der Besuch von Leo XIV. auf Lampedusa, dessen Bewohner für ihre Solidarität mit Migranten bekannt sind, wurde als deutliche Botschaft an die Regierungen in der EU und den USA gewertet.

Papst Leo XIV. sagte NBC zudem, dass bislang keine Reise in die USA geplant sei. Er hoffe jedoch, "bald" dorthin zu reisen.

A.Fallone--PV

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