Pallade Veneta - Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen

Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen


Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen
Protest gegen Abtreibungsgegner eskaliert: Zwölf verletzte Polizisten in Göttingen / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

Proteste gegen Abtreibungsgegner sind im niedersächsischen Göttingen eskaliert. Die Polizei musste nach Angaben vom Samstagabend teils mit Zwang verhindern, dass beide Gruppen aufeinandertrafen. Dabei seien zwölf Beamte verletzt worden.

Textgröße ändern:

Zunächst demonstrierten demnach etwa 20 Menschen auf dem Marktplatz unter dem Motto "Öffentlicher Rosenkranz gegen Abtreibung". Ein Teil von ihnen sei dazu aus Frankreich angereist. Gegen die angemeldete Versammlung formierte sich laut Polizei ein "spontaner Gegenprotest".

Es sei zu Störungen durch Zwischenrufe und laute Musik gekommen. Die Beamten hätten eine Polizeikette gebildet, um die beiden Gruppen voneinander zu trennen. Nach dem Ende der Versammlung versuchten den Angaben nach einige Menschen aus dem Gegenprotest, die von der Polizei gebildete Kette zu durchbrechen.

Dabei hätten sie Druck und Gewalt gegen die Einsatzkräfte ausgeübt. Die Polizei drängte die Menschen zurück und wandte den Angaben nach körperliche Gewalt und Pfefferspray an; es sei zu etwa 200 Zwangsanwendungen gekommen.

Zwölf Beamte wurden durch Reizstoffe verletzt. Zur medizinischen Versorgung mussten mehrere Rettungswagen anrücken, wie es weiter hieß. Die Polizei will jetzt den genauen Ablauf des Geschehens rekonstruieren und mögliche Straftaten prüfen.

A.Saggese--PV

Empfohlen

45-Jähriger in Bayern bei Feier in Wohnung tödlich verletzt - Täter flüchtig

Ein 45-Jähriger ist in Bayern bei einer nächtlichen Feier in einer Wohnung durch einen Unbekannten tödlich verletzt worden. Der Mann erlag am Dienstag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in Bayreuth und die Staatsanwaltschaft Coburg mitteilten. Der vermummte Täter soll in der Nacht gewaltsam in die Wohnung gelangt sein und den 45-Jährigen attackiert haben. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Zwei eritreische Regierungsgegner unter Terrorverdacht festgenommen

Zwei führende mutmaßliche Mitglieder einer für gewalttätige Ausschreitungen verantwortlichen regierungskritischen Organisation aus dem ostafrikanischen Eritrea sind in Deutschland festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, wird den Männern Mitgliedschaft in der als inländische terroristische Vereinigung eingestuften sogenannten Brigade N'Hamedu vorgeworfen. Der deutsche Ableger der gleichnamigen eritreischen Oppositionsbewegung soll Krawalle unter anderem in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart und im hessischen Gießen organisiert haben.

Polizei findet Waffenlager nahe Landstraße in Rheinland-Pfalz

Die Polizei hat nahe einer Landstraße in Rheinland-Pfalz ein Waffen- und Munitionslager gefunden. Wem die Waffen gehörten, war zunächst unklar, wie die Beamten in Ludwigshafen am Dienstag mitteilten. Demnach wurden sie am Montag nahe einem Parkplatz an einer Landstraße in Speyer gefunden. Es handelte sich um mehrere Langwaffen, Schrotflinten, Jagdgewehre und mehrere Kurzwaffen.

Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin

Weil sie sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und eine Freundin zur Ausreise nach Syrien überredet haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen eine heute 35-Jährige erhoben. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Frau soll sich im Dezember 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben.

Textgröße ändern: