Pallade Veneta - Waldbrand im belgischen Hohen Venn eingegrenzt - Lage bleibt aber "kompliziert"

Waldbrand im belgischen Hohen Venn eingegrenzt - Lage bleibt aber "kompliziert"


Waldbrand im belgischen Hohen Venn eingegrenzt - Lage bleibt aber "kompliziert"
Waldbrand im belgischen Hohen Venn eingegrenzt - Lage bleibt aber "kompliziert" / Foto: JOHN THYS - AFP

Nach tagelangem Kampf gegen den Waldbrand im belgischen Naturschutzgebiet Hoher Venn nahe der Grenze zu Deutschland ist es den Einsatzkräften gelungen, das Feuer einzugrenzen. Der seit Freitag wütende Brand sei "unter Kontrolle gebracht worden" und dürfte sich nicht weiter in Richtung Deutschland ausbreiten, erklärte der Leiter der Krisenkommunikation der Provinz Lüttich, Tony Hosmans, am Mittwoch. Entwarnung konnten die Behörden jedoch noch nicht geben.

Textgröße ändern:

Die Lage im Naturschutzgebiet Hohes Venn bleibe "kompliziert", erläuterte Hosmans. Der Brand sei an mehreren Stellen wieder aufgeflammt, es gebe "zahlreiche Brandherde", die sowohl am Boden als auch aus der Luft bekämpft werden müssten.

Wegen widriger Witterungsbedingungen hatten Helikopter und Löschflugzeuge am Montag nicht starten können, erst seit Dienstag werden die Feuerwehrleute wieder aus der Luft unterstützt. Unter anderem die Bundeswehr hatte zwei Hubschrauber mit Löschwasserbehältern in das Gebiet entsandt.

Der Einsatz vor Ort wird durch das moorige Gelände in dem Naturschutzgebiet erschwert - einem Flickenteppich aus Heide, Torfmooren und erhöhten Holzstegen. Der letzte Bereich, der eingedämmt werden musste, war eine schwer zugängliches Gebiet nahe der deutschen Grenze. Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht zum Mittwoch hindurch, um die Lücke zu schließen.

Das Feuer ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911, als es im selben Gebiet während einer ähnlichen Trockenperiode wie in diesem Jahr zu verheerenden Bränden kam. Die Ursache für den aktuellen Brand ist noch unklar.

Im Eifelort Monschau in Nordrhein-Westfalen mussten wegen des Brandes zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern evakuiert werden. Am Dienstag warnte die Gemeinde vor "gesundheitlichen Gefahren" infolge der Rauchentwicklung durch den Brand im Nachbarland.

Nach Angaben der belgischen Behörden kann es Wochen oder gar Monate dauern, bis in dem Naturschutzgebiet Entwarnung gegeben werden kann. In Torfmooren wie dem Hohen Venn können Brände noch lange unterirdisch weiter schwelen, auch wenn an der Oberfläche keine Flammen mehr zu sehen sind. "Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als sei die Lage unter Kontrolle, doch es kann wieder zu einem Aufflammen kommen, weil es aus großer Tiefe wieder hochkommt", sagte Behördensprecherin Stephanie Ernoux AFP am Mittwoch.

Belgien leidet in diesem Sommer wie große Teile Europas unter Hitze und Trockenheit. Der vom Menschen verursachte Klimawandel sorgt nach Einschätzung von Wissenschaftlern für längere Hitzewellen und Dürren. Diese trocknen die Vegetation aus und begünstigen so Waldbrände.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

45-Jähriger in Bayern bei Feier in Wohnung tödlich verletzt - Täter flüchtig

Ein 45-Jähriger ist in Bayern bei einer nächtlichen Feier in einer Wohnung durch einen Unbekannten tödlich verletzt worden. Der Mann erlag am Dienstag in einem Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei in Bayreuth und die Staatsanwaltschaft Coburg mitteilten. Der vermummte Täter soll in der Nacht gewaltsam in die Wohnung gelangt sein und den 45-Jährigen attackiert haben. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Zwei eritreische Regierungsgegner unter Terrorverdacht festgenommen

Zwei führende mutmaßliche Mitglieder einer für gewalttätige Ausschreitungen verantwortlichen regierungskritischen Organisation aus dem ostafrikanischen Eritrea sind in Deutschland festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte, wird den Männern Mitgliedschaft in der als inländische terroristische Vereinigung eingestuften sogenannten Brigade N'Hamedu vorgeworfen. Der deutsche Ableger der gleichnamigen eritreischen Oppositionsbewegung soll Krawalle unter anderem in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart und im hessischen Gießen organisiert haben.

Polizei findet Waffenlager nahe Landstraße in Rheinland-Pfalz

Die Polizei hat nahe einer Landstraße in Rheinland-Pfalz ein Waffen- und Munitionslager gefunden. Wem die Waffen gehörten, war zunächst unklar, wie die Beamten in Ludwigshafen am Dienstag mitteilten. Demnach wurden sie am Montag nahe einem Parkplatz an einer Landstraße in Speyer gefunden. Es handelte sich um mehrere Langwaffen, Schrotflinten, Jagdgewehre und mehrere Kurzwaffen.

Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin

Weil sie sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und eine Freundin zur Ausreise nach Syrien überredet haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen eine heute 35-Jährige erhoben. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Frau soll sich im Dezember 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben.

Textgröße ändern: