Pallade Veneta - Cyberattacken auf Behörden und Firmen: Zwei Jugendliche unter Verdächtigen

Cyberattacken auf Behörden und Firmen: Zwei Jugendliche unter Verdächtigen


Cyberattacken auf Behörden und Firmen: Zwei Jugendliche unter Verdächtigen
Cyberattacken auf Behörden und Firmen: Zwei Jugendliche unter Verdächtigen / Foto: FRED TANNEAU - AFP/Archiv

Nach erpresserischen Cyperattacken auf Behörden und Firmen haben Ermittler drei Verdächtige ermittelt, darunter zwei Jugendliche. Bereits in der vorigen Woche seien drei Anschriften in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hessen durchsucht worden, teilte das schleswig-holsteinische Landeskriminalamt am Montag in Kiel mit.

Textgröße ändern:

Die Verdächtigen sollen zu der Gruppe SharkNet gehört haben, die sogenannte DDoS-Überlastungsangriffe auf Internetseiten startete. Dabei wird ein Server gezielt mit so vielen Anfragen übeschwemmt, dass er die Menge nicht mehr bewältigen kann und im schlimmsten Fall zusammenbricht. Alle drei Verdächtigen blieben demnach auf freiem Fuß.

Nach Ermittlerangaben sollen die Beschuldigten gemeinsam mit weiteren Tätern die Internetseiten verschiedener Stadt- und Kreisverwaltungen, Bundesbehörden, großer Einzelhandelsketten und Telekommunikationsfirmen angegriffen haben. Sie verfassten ein Bekennerschreiben, in dem sie unter anderem eine Medienberichterstattung sowie die Zahlung von 30.000 Euro in Bitcoin verlangten. Die Forderungen wurden nicht erfüllt.

Die Staatsanwaltschaft im schleswig-holsteinischen Itzehoe sowie das Landeskriminalamt in Kiel ermitteln seit Januar in dem Fall, am vergangenen Donnerstag kam es zu Durchsuchungen. Razzien gab es bei den drei Verdächtigen im schleswig-holsteinischen Kreis Nordfriesland, in Oranienburg in Brandenburg sowie im Bereich Mittelhessen. Örtliche Polizeikräfte waren eingebunden, teils unter anderem auch Spezialkräfte.

Bei den Beschuldigten in Schleswig-Holstein und Brandenburg handelt es sich den Angaben zufolge um Jugendliche. Das genaue Alter wurde nicht genannt. Die Durchsuchungen hätten in erster Linie der Beschlagnahmung von Beweismitteln gedient, hieß es. Die Verdächtigen seien angetroffen, nach Ende der Polizeimaßnahmen aber wieder entlassen worden.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Polizei findet Waffenlager nahe Landstraße in Rheinland-Pfalz

Die Polizei hat nahe einer Landstraße in Rheinland-Pfalz ein Waffen- und Munitionslager gefunden. Wem die Waffen gehörten, war zunächst unklar, wie die Beamten in Ludwigshafen am Dienstag mitteilten. Demnach wurden sie am Montag nahe einem Parkplatz an einer Landstraße in Speyer gefunden. Es handelte sich um mehrere Langwaffen, Schrotflinten, Jagdgewehre und mehrere Kurzwaffen.

Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin

Weil sie sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und eine Freundin zur Ausreise nach Syrien überredet haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen eine heute 35-Jährige erhoben. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Frau soll sich im Dezember 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben.

Rheinland-Pfalz: Motorradfahrer liegt nach Unfall 19 Stunden in Wald

Ein verletzter Motorradfahrer hat in Rheinland-Pfalz nach einem Unfall rund 19 Stunden in einem Wald gelegen, bis er von Autoinsassen entdeckt wurde. Mehrere Fahrzeuge passierten zuvor die in einem abschüssigen und von der Fahrbahn aus nur schwer einsehbaren Gebiet gelegene Unfallstelle, ohne den Verletzten zu bemerken, wie die Polizei in Prüm am Montagabend berichtete.

Mann stirbt in Hessen nach Schüssen: Suche nach Täter

Ein Mann ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Wie das Polizeipräsidium in Offenbach am Dienstag mitteilte, meldeten Passanten am Montagabend laute Knallgeräusche sowie einen schwer verletzten Mann. Rettungskräfte brachten den 60-Jährigen in eine Klinik, wo er allerdings seinen Verletzungen erlag.

Textgröße ändern: