Pallade Veneta - Kroatien: Zehntausende gehen wegen illegaler Giftmülldeponie auf die Straße

Kroatien: Zehntausende gehen wegen illegaler Giftmülldeponie auf die Straße


Kroatien: Zehntausende gehen wegen illegaler Giftmülldeponie auf die Straße
Kroatien: Zehntausende gehen wegen illegaler Giftmülldeponie auf die Straße / Foto: MARKO PERKOV - AFP

Aus Protest gegen die illegale Entsorgung giftigen Mülls sind in Kroatiens Hauptstadt Zagreb zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten am Samstagabend die sofortige Beseitigung der Abfälle, die im vergangenen Jahr in einer der unberührtesten Regionen des Landes entdeckt worden waren. Im August war ein Bericht veröffentlicht worden, in dem vor den Gefahren des Giftmülls gewarnt wurde.

Textgröße ändern:

Unter den etwa 35.000 Tonnen Müll, die in Gospic in der westlichen Region Lika gefunden worden waren, befanden sich medizinische Abfälle und Elektronikschrott. Lika ist bekannt für unberührte Wälder und Flüsse, dort befinden sich mehrere Nationalparks.

Die Behörden ermitteln gegen zehn Verdächtige und vier Unternehmen, die den Müll aus Slowenien, Italien und Deutschland importiert und dann zusammen mit medizinischen Abfällen aus Kroatien illegal abgeladen haben sollen.

In dem im August veröffentlichten Bericht der Ermittler heißt es, dass sich die Verunreinigung des Bodens schon über die illegale Deponie hinaus ausgebreitet habe, was ein "erhebliches Risiko für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen" darstelle.

Die Demonstration am Samstag stand unter dem Motto "Marsch für Lika, Marsch für Kroatien" und wurde von Präsident Zoran Milanovic, der Opposition und viele Prominenten und Nichtregierungsorganisationen unterstützt. Die Organisatoren fordern, dass die Behörden innerhalb von 20 Tagen einen konkreten Plan zur Beseitigung des Mülls in den kommenden drei Monaten vorlegen, sowie die Bestrafung der Verantwortlichen.

Der konservative Regierungschef Andrej Plenkovic hatte unlängst angekündigt, dass die Deponie bis Mitte Oktober abgedeckt und anschließend abgeräumt werden soll.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Polizei findet Waffenlager nahe Landstraße in Rheinland-Pfalz

Die Polizei hat nahe einer Landstraße in Rheinland-Pfalz ein Waffen- und Munitionslager gefunden. Wem die Waffen gehörten, war zunächst unklar, wie die Beamten in Ludwigshafen am Dienstag mitteilten. Demnach wurden sie am Montag nahe einem Parkplatz an einer Landstraße in Speyer gefunden. Es handelte sich um mehrere Langwaffen, Schrotflinten, Jagdgewehre und mehrere Kurzwaffen.

Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin

Weil sie sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und eine Freundin zur Ausreise nach Syrien überredet haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen eine heute 35-Jährige erhoben. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Frau soll sich im Dezember 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben.

Rheinland-Pfalz: Motorradfahrer liegt nach Unfall 19 Stunden in Wald

Ein verletzter Motorradfahrer hat in Rheinland-Pfalz nach einem Unfall rund 19 Stunden in einem Wald gelegen, bis er von Autoinsassen entdeckt wurde. Mehrere Fahrzeuge passierten zuvor die in einem abschüssigen und von der Fahrbahn aus nur schwer einsehbaren Gebiet gelegene Unfallstelle, ohne den Verletzten zu bemerken, wie die Polizei in Prüm am Montagabend berichtete.

Mann stirbt in Hessen nach Schüssen: Suche nach Täter

Ein Mann ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Wie das Polizeipräsidium in Offenbach am Dienstag mitteilte, meldeten Passanten am Montagabend laute Knallgeräusche sowie einen schwer verletzten Mann. Rettungskräfte brachten den 60-Jährigen in eine Klinik, wo er allerdings seinen Verletzungen erlag.

Textgröße ändern: