Pallade Veneta - WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität

WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität


WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität
WMO: Hitzewellen und Waldbrände verschlechtern die Luftqualität / Foto: NICOLAS LAMBERT - Belga/AFP/Archiv

Hitzewellen und Waldbrände erschweren laut einem neuen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) die weltweiten Bemühungen um saubere Luft: Wie aus dem am Montag veröffentlichten WMO-Bericht zu Klima und Luftqualität hervorgeht, führen die steigenden Temperaturen im Zuge des Klimawandels nicht nur zu einer Zunahme von Bränden, deren Rauch schädliche Feinstaubpartikel enthält, sondern auch zur Bildung von Ozon am Boden - einer weiteren Gesundheitsgefahr.

Textgröße ändern:

Untersucht wurde für den Bericht unter anderem die Belastung durch PM2,5-Feinstaub, der besonders gesundheitsschädlich ist. Diese kleinen Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können beim Einatmen tief in die Lunge und von dort aus auch in den Blutkreislauf gelangen. Sie können Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen wie Asthma und Lungenkrebs verursachen.

In Europa und Nordamerika hätten strengere Vorschriften die Feinstaub-Emissionen aus Industrie und Verkehr gesenkt, erklärte die WMO. Die Feinstaub-Belastung durch Brände habe zugleich aber zugenommen.

Feinstaub, der bei der Verbrennung von Vegetation entsteht, sei zudem noch "deutlich toxischer" als Feinstaub aus anderen Quellen wie Autoabgasen, erklärte der WMO-Experte Lorenzo Labrador. Er schädigt zudem auch die Gesundheit von Menschen und Tieren, die weit von dem Brand entfernt leben, weil der Wind die winzigen Partikel über weite Strecken transportiert. Bisher werde die giftige Wirkung von Bränden bei der Bewertung der Luftqualität nicht ausreichend berücksichtigt, sagte Labrador.

Die WMO zitierte etwa eine Studie, derzufolge sich die Zahl der Brände mit starker Rauchentwicklung weltweit seit den 1990er Jahren verdreifachte. Dies habe konservativen Schätzungen zufolge allein zwischen 2010 und 2018 zu fast 100.000 zusätzlichen Todesfällen beigetragen.

Die WMO schlägt außerdem vor, neben Feinstaub auch andere Luftschadstoffe besser zu überwachen, etwa bodennahes Ozon. Dabei handelt es sich um ein giftiges Gas in den untersten Luftschichten, das bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung aus anderen Schadstoffen entsteht, wie Stickstoffoxide aus dem Verkehr, und die Atemwege schädigen kann.

Die erhöhte Ozon-Belastung infolge der Erderwärmung könne zu "zehntausenden zusätzlichen vorzeitigen Todesfällen führen, insbesondere durch Atemwegserkrankungen, warnte die WMO.

Luftqualität und Klimawandel könnten daher "nicht getrennt voneinander behandelt werden", erklärte der WMO-Experte Labrador. "Wenn sich das eine verschlechtert, verschlechtert sich auch das andere."

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Polizei findet Waffenlager nahe Landstraße in Rheinland-Pfalz

Die Polizei hat nahe einer Landstraße in Rheinland-Pfalz ein Waffen- und Munitionslager gefunden. Wem die Waffen gehörten, war zunächst unklar, wie die Beamten in Ludwigshafen am Dienstag mitteilten. Demnach wurden sie am Montag nahe einem Parkplatz an einer Landstraße in Speyer gefunden. Es handelte sich um mehrere Langwaffen, Schrotflinten, Jagdgewehre und mehrere Kurzwaffen.

Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin

Weil sie sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen und eine Freundin zur Ausreise nach Syrien überredet haben soll, hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin Anklage gegen eine heute 35-Jährige erhoben. Ihr wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen, wie die Behörde am Dienstag in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Frau soll sich im Dezember 2014 in Syrien dem IS angeschlossen haben.

Rheinland-Pfalz: Motorradfahrer liegt nach Unfall 19 Stunden in Wald

Ein verletzter Motorradfahrer hat in Rheinland-Pfalz nach einem Unfall rund 19 Stunden in einem Wald gelegen, bis er von Autoinsassen entdeckt wurde. Mehrere Fahrzeuge passierten zuvor die in einem abschüssigen und von der Fahrbahn aus nur schwer einsehbaren Gebiet gelegene Unfallstelle, ohne den Verletzten zu bemerken, wie die Polizei in Prüm am Montagabend berichtete.

Mann stirbt in Hessen nach Schüssen: Suche nach Täter

Ein Mann ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Wie das Polizeipräsidium in Offenbach am Dienstag mitteilte, meldeten Passanten am Montagabend laute Knallgeräusche sowie einen schwer verletzten Mann. Rettungskräfte brachten den 60-Jährigen in eine Klinik, wo er allerdings seinen Verletzungen erlag.

Textgröße ändern: