Pallade Veneta - Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht

Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht


Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht
Österreichischer Investor Benko erneut verurteilt: Haftstrafe um sechs Monate erhöht / Foto: KERSTIN JOENSSON - AFP

Der österreichische Investor René Benko ist in einem neu aufgerollten Prozess erneut wegen Betrugs verurteilt worden. Eine Schöffenkammer des Landgerichts Innsbruck sprach den 49-Jährigen am Dienstag wegen Schädigung seiner Gläubiger schuldig und erhöhte seine Haftstrafe von zwei auf zweieinhalb Jahre, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA mitteilte. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Textgröße ändern:

Benko war im Oktober 2025 bereits rechtskräftig zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden, weil er kurz vor der Pleite seines Signa-Konzerns Geld beiseite geschafft hatte. 300.000 Euro schenkte Benko seiner Mutter. Das stufte das Gericht als "betrügerische Krida" ein - Krida ist in Österreich der Begriff für die vorsätzliche Schmälerung der Gläubigeransprüche.

Weitere 360.000 Euro flossen vor der Insolvenz als Miet- und Betriebskostenvorauszahlung für die Anmietung einer Villa an deren Eigentümer, die RB Immobilienverwaltung. Hier sprach das Landgericht Innsbruck Benko damals frei - dieses Urteil hob der Oberste Gerichtshof aber auf und verwies den Fall zurück ans Landgericht Innsbruck.

Benko hatte mit dem Kauf von Immobilien ein Millionenvermögen angehäuft. In Deutschland gehörten dem Unternehmer zeitweise unter anderem die Warenhauskette Galeria und das Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin. Dem rasanten Aufstieg folgte jedoch ein ebenso steiler Abstieg. Hohe Baukosten, steigende Kreditzinsen und weitere Probleme führten den Handels- und Immobilienkonzern in die Insolvenz, die Ende November 2023 erklärt wurde. Im März 2024 stellte Benko Antrag auf Privatinsolvenz. Im Januar 2025 wurde er festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Gegen Benko und andere Signa-Manager wird wegen weiterer Vorwürfe ermittelt. In einem weiteren Prozess war Benko im Dezember 2025 zu 15 Jahren Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe verurteilt worden. Dabei ging es darum, dass Benko und seine Frau Nathalie Bargeld und Wertgegenstände im Wert von 370.000 Euro vor den Gläubigern versteckt hatten.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Mindestens 19 Tote bei Massenpanik bei Hindu-Festival in Indien

Bei einer Massenpanik bei einem Hindu-Festival in Indien sind mindestens 19 Menschen getötet worden, darunter ein siebenjähriges Mädchen. Zudem seien 25 Menschen verletzt worden, teilten die Behörden am Samstagabend mit. Zu der Panik in Kolkata im Osten des Landes sei es offenbar gekommen, als wegen eines plötzlichen Regenschauers die Massen in einen Pavillon drängten.

Papst Leo XIV. nach Lungenkrebs-OP in den Vatikan zurückgekehrt

Vier Tage nach seiner Lungenkrebsoperation hat Papst Leo XIV. am Samstag das Gemelli-Krankenhaus in Rom verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Unter dem Jubel und dem Applaus von zahlreichen Gläubigen stieg das katholische Kirchenoberhaupt vor der Klinik in ein Auto, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Dabei grüßte der 71-Jährige die Menschen und verabschiedete sich vom Krankenhauspersonal.

Gründer der "Kakerlaken"-Bewegung in Indien nach Festnahme wieder frei

Der Gründer der sogenannten "Kakerlaken"-Bewegung (CJP) in Indien, Abhijeet Dipke, ist einen Tag nach seiner Festnahme wieder freigelassen worden. Dipke verließ am Samstagnachmittag eine Polizeiwache in Neu Delhi, winkte Medienvertretern zu und machte das "Victory"-Zeichen, als er in einem Auto weggefahren wurde, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Flávio Bolsonaro hat im Falle eines Wahlsiegs keinen Posten für seinen Vater vorgesehen

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro hat für den Fall eines Sieges in der Stichwahl in rund einer Woche keinen Regierungsposten für seinen Vater vorgesehen. "Er hat nie angedeutet, dass er mit mir in der Regierung zusammenarbeiten möchte", sagte der 45-Jährige am Freitag (Ortszeit) dem Sender Globo TV mit Blick auf seinen Vater, den rechtsextremen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Daher gebe es keine entsprechenden Pläne.

Textgröße ändern: