Pallade Veneta - Keine Bestechlichkeit: BGH bestätigt Urteil gegen Beamten an OLG Jena weitgehend

Keine Bestechlichkeit: BGH bestätigt Urteil gegen Beamten an OLG Jena weitgehend


Keine Bestechlichkeit: BGH bestätigt Urteil gegen Beamten an OLG Jena weitgehend
Keine Bestechlichkeit: BGH bestätigt Urteil gegen Beamten an OLG Jena weitgehend / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Ein ehemals hoher Beamter des Thüringer Oberlandesgerichts (OLG) ist wegen Vorteilsannahme verurteilt, nicht jedoch wegen Bestechlichkeit. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte am Mittwoch das entsprechende Urteil weitgehend, die Staatsanwaltschaft hatte mit ihrer Revision keinen Erfolg. Über die Strafe für den Mann muss jedoch noch einmal verhandelt werden. (Az. 2 StR 554/25)

Textgröße ändern:

Das Landgericht Gera hatte im Januar 2025 festgestellt, dass der früher als Referatsleiter eingesetzte leitende Regierungsdirektor zwischen 2014 und 2018 einem befreundeten Unternehmer Aufträge des OLG Jena ohne die erforderliche Ausschreibung zugeschanzt hatte. Dadurch sei dem Freistaat Thüringen ein Schaden von mehr als 450.000 Euro entstanden.

Außerdem habe sich der frühere Beamte, der hohe Schulden gehabt habe, von zwei Mitangeklagten insgesamt 14 Darlehen geben lassen. Nicht nachgewiesen werden konnte aber, dass er die Aufträge als Gegenleistung für diese Privatdarlehen vergeben hatte. Das Landgericht verurteilte ihn darum nicht wegen Bestechlichkeit, sondern nur wegen Vorteilsannahme in 14 Fällen und Untreue in sechs Fällen.

Es verhängte eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gegen den Mann und ordnete an, dass die Taterträge eingezogen werden. Die Staatsanwaltschaft ging dagegen vor dem BGH vor. Sie wollte erreichen, dass der Angeklagte auch wegen Bestechlichkeit verurteilt wird.

Der BGH bestätigte aber nun die Verurteilungen wegen Vorteilsannahme in 13 Fällen. Er fand keine Rechtsfehler. Nur einer der Fälle sei schon verjährt, erklärte er. Darum muss über die Strafe für den früheren Beamten und einen der Mitangeklagten noch einmal verhandelt werden.

Auch der Angeklagte selbst legte beim BGH Revision gegen das Urteil aus Gera ein. Darüber ist noch nicht entschieden. Der BGH kündigte einen Beschluss für einen späteren Zeitpunkt an.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

72-Jähriger tötet Mitbewohnerin in Seniorenheim in NRW und verletzt zwei weitere schwer

Ein 72-Jähriger hat in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen eine 86-jährige Mitbewohnerin getötet. Der Mann habe am Freitagabend in der Cafeteria der Einrichtung in der Kleinstadt Olfen im Münsterland mit einem Messer auf drei Frauen eingestochen, teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Münster mit. Die 86-Jährige erlag demnach am Tatort ihren Verletzungen.

Nach nur einer Woche: Trumps Pressesprecherin Zacharia muss gehen

Debakel für US-Präsident Donald Trump: Seine neue Pressesprecherin Katie Zacharia muss nur eine Woche nach ihrer Ernennung gehen. Trump sagte am Freitag in Washington, er habe Zacharia geraten, ihren Verbleib auf dem Posten zu "überdenken". Ein Mitarbeiter des Weißen Haus bestätigte danach auf AFP-Anfrage, dass sie ausscheidet. Die Juristin war wegen Falschangaben zu ihrem Lebenslauf unter Druck geraten.

Nach mutmaßlicher Prügelei: US-Rapper Sean "Diddy" Combs in kleineres Gefängnis verlegt

Der wegen Sexualstraftaten inhaftierte US-Rapper Sean "Diddy" Combs ist nach einer mutmaßlichen gewalttätigen Auseinandersetzung mit einem Mithäftling in ein kleineres Gefängnis verlegt worden. Der 56-Jährige wurde aus der Haftanstalt Fort Dix in New Jersey ins Allenwood Low Gefängnis im benachbarten Bundesstaat Pennsylvania verlegt, wie eine Sprecherin der US-Strafvollzugsbehörde am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Papst telefoniert mit Putin und fordert Waffenruhe im ukrainischen Oleschky

Der vor drei Tagen wegen Lungenkrebs operierte Papst Leo XIV. hat vom Krankenhaus aus mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und um eine Waffenruhe in der umkämpften ukrainischen Stadt Oleschky gebeten. Der Papst habe "zu einer Waffenruhe aufgerufen, um die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung zu ermöglichen", teilte der Vatikan am Freitag mit.

Textgröße ändern: