Pallade Veneta - Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe

Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe


Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe
Mehr als hundert Objekte durchsucht: Bundesweite Razzia in Reinigungsgewerbe / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Bei einer großangelegten Razzia im Reinigungsgewerbe sind am Mittwoch mehr als hundert Wohnungen, Unterkünfte, Firmen und Hotels in ganz Deutschland durchsucht worden. Dabei wurden zehn Haftbefehle vollstreckt, wie das Hauptzollamt Berlin mitteilte. Außerdem wurde ein Großteil der zuvor angeordneten Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von 106 Millionen Euro vollstreckt.

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Die 104 Durchsuchungen fanden in Berlin, Hamburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg statt. Rund 2200 Beamte waren im Einsatz. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 23 Beschuldigte im Alter von 31 bis 59 Jahren. Hauptbeschuldigter ist laut Zoll ein 50-Jähriger. Er soll der Kopf der Bande sein.

Die Gruppe soll ausländische Arbeitnehmer gezielt nach Deutschland eingeschleust und sie anschließend im ganzen Land für Arbeiten im Reinigungsgewerbe eingesetzt haben. Außerdem soll die Bande zahlreichen Arbeitnehmern aus Osteuropa geholfen haben, sich unerlaubt in Deutschland aufzuhalten. Teils sollen sie auch beherbergt worden sein.

Die Löhne, die den Arbeitnehmern gezahlt wurden, sollen in einem auffallenden Missverhältnis zur tatsächlich erbrachten Arbeitsleistung gestanden haben. Im Vergleich zu deutschen Arbeitnehmern sollen sie bei schlechteren Arbeitsbedingungen geringer bezahlt worden sein. Von mutmaßlich selbst gegründeten Serviceunternehmen sollen Scheinrechnungen erstellt und Arbeitnehmer zum Schein bei vermeintlichen Subunternehmen angemeldet worden sein.

L.Barone--PV

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