Pallade Veneta - Roman Polanski muss sich in Frankreich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten

Roman Polanski muss sich in Frankreich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten


Roman Polanski muss sich in Frankreich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten
Roman Polanski muss sich in Frankreich wegen Verleumdung vor Gericht verantworten / Foto: Thomas SAMSON - AFP/Archiv

Der französisch-polnische Regisseur Roman Polanski muss sich wegen einer Verleumdungsaffäre in Frankreich vor Gericht verantworten. Dabei geht es um die Klage der britischen Schauspielerin Charlotte Lewis, die dem Regisseur vorwirft, ihre Vorwürfe sexuellen Missbrauchs als Lügen abgetan zu haben. Ein Termin für den Prozess stehe noch nicht fest, hieß es am Mittwoch in Justizkreisen.

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Es wäre das erste Mal, dass die französische Justiz sich mit Polanski im Zusammenhang mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs beschäftigt. Diese stehen bei dem geplanten Prozess nicht im Mittelpunkt, dürften aber Gegenstand der Gerichtsverhandlung werden.

Auslöser der Klage war ein Interview Polanskis im Klatschblatt "Paris Match", in dem er Lewis als "Lügnerin" bezeichnete. Lewis hatte 2010 erklärt, von Polanski in den 80er Jahren sexuell missbraucht worden zu sein, als sie 16 Jahre alt war. 1999 hatte eine britische Boulevardzeitung sie jedoch mit der Aussage zitiert, dass sie sich damals darum bemüht habe, Polanskis Geliebte zu werden. Die Schauspielerin distanzierte sich später davon und warf dem Blatt falsche Zitate vor.

Polanskis Anwälte wollten sich zunächst nicht zu dem Prozess in Frankreich äußern. Sie wisse auch nicht, ob der 89-Jährige zu der Gerichtsverhandlung persönlich erscheinen werde oder nicht, sagte die Anwältin Delphine Meillet. Die Chefin von "Paris Match" muss sich ebenfalls vor Gericht verantworten.

Die 1967 geborene Schauspielerin hatte in Polanskis Film "Piraten" von 1986 mitgespielt. Polanski hatte sich 1977 in den USA des Missbrauchs einer Minderjährigen schuldig bekannt. Im folgenden Jahr floh er aus den USA, weil er ein neues Verfahren und eine höhere Strafe fürchtete. Seitdem sind weitere Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn bekannt geworden.

I.Saccomanno--PV

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