Pallade Veneta - Kemmerich zieht in Streit um Stadtratsmandat Verfassungsbeschwerde zurück

Kemmerich zieht in Streit um Stadtratsmandat Verfassungsbeschwerde zurück


Kemmerich zieht in Streit um Stadtratsmandat Verfassungsbeschwerde zurück
Kemmerich zieht in Streit um Stadtratsmandat Verfassungsbeschwerde zurück / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich hat im Streit um sein Stadtratsmandat in Erfurt seine Verfassungsbeschwerde zurückzogen. Das teilte der Thüringer Verfassungsgerichtshof in Weimar am Donnerstag mit. Das Gericht hatte Kemmerich demnach zuvor zu verstehen, dass seine Beschwerde nur wenig Erfolgsaussicht habe.

Textgröße ändern:

Das Verwaltungsgericht Weimar hatte die Wahl von Kemmerich als Mitglied des Erfurter Stadtrats bei der Stadtratswahl von Ende Mai 2019 für ungültig erklärt und dies im Wesentlichen damit begründet, dass seine Familie in Weimar lebe und er deshalb für den Stadtrat in Erfurt nicht wählbar sei. Die Richter gaben damit einer entsprechenden Anfechtungsklage einer Wählerinitiative statt.

Das Thüringer Oberverwaltungsgericht lehnte den Antrag auf Zulassung einer dagegen gerichteten Berufung ab. Dagegen wandte sich Kemmerich mit einer Verfassungsbeschwerde. Kemmerich argumentierte damit, dass der Wahlausschuss seine Kandidatur "in Kenntnis des Sachverhalts" zugelassen und das Verwaltungsgericht Weimar zudem im Jahr 2012 Erfurt als seinen Hauptwohnsitz anerkannt habe.

Der FDP-Politiker hatte im Februar 2020 für Schlagzeilen gesorgt, als er sich im Thüringer Landtag auch mit den Stimmen von CDU und AfD überraschend zum Ministerpräsidenten wählen ließ. Das löste bundesweit eine Welle der Empörung und eine Regierungskrise in Thüringen aus. Als Regierungschef trat Kemmerich aufgrund der heftigen Kritik kurz darauf wieder zurück.

Mittlerweile führt er die FDP im Landtag nur noch als parlamentarische Gruppe, nachdem sie wegen einer abtrünnigen Abgeordneten ihren Fraktionsstatus verlor. Außerdem ist Kemmerich Landesvorsitzender der Liberalen in Thüringen.

C.Conti--PV

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: