Pallade Veneta - Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben

Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben


Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben
Beschädigter Zaun an Leipziger Flughafen: 20-Jähriger soll Autounfall gebaut haben / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Nach der Beschädigung eines Sicherheitszauns am Leipziger Flughafen hat sich ein 20-Jähriger als mutmaßlicher Verursacher der Polizei gestellt. Der Mann soll im Bereich des Flughafens die Kontrolle über ein Auto verloren und damit den Zaun durchbrochen haben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Im August war der Flughafen in die Schlagzeilen geraten, als dort eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt wurde.

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Der 20-Jährige soll nach Polizeiangaben nach dem Unfall am Samstag von der Örtlichkeit geflohen sein. Das Auto sei anschließend "auf private Veranlassung" abgeschleppt worden, hieß es weiter. Der Mann besaß nach Polizeiangaben keine gültige Fahrerlaubnis.

Er habe sich am späten Sonntagabend gemeinsam mit dem 32-jährigen Halter des Wagens mit Anwälten bei der Polizei gemeldet. Daraufhin wurde die Wohnung des 20-Jährigen durchsucht. Das mutmaßliche Unfallauto wurde auf dem Gelände eines Autohandels gefunden und beschlagnahmt.

Gegen den 20-Jährigen wird wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Unfallflucht ermittelt. Dem 32-Jährigen wird vorgeworfen, das Fahren ohne Fahrerlaubnis ermöglicht zu haben. Die Ermittlungen dauerten an und liefen weiter in alle Richtungen. Laut "Bild"-Zeitung soll der 20-Jährige am Steuer mit dem 32-Jährigen am Flughafen für eine bevorstehende Führerscheinprüfung geübt haben.

Der Schaden am Sicherheitszaun war am späten Samstagabend festgestellt worden. Die Nordpiste des Airports wurde nach dem Vorfall gesperrt, der Flugbetrieb eingestellt. Die Südpiste blieb aber offen. Flüge konnten weiter starten oder landen. Bundes- und Landespolizei durchsuchten stundenlang das Flughafengelände.

Die Beamten fanden aber keine Menschen, die sich unberechtigt dort aufhielten, und auch keine verdächtigen Gegenstände. Die Nordpiste wurde am Sonntagnachmittag wieder für den Flugbetrieb freigegeben.

Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Auf dem Gelände stehen russische und ukrainische Flugzeuge. Die russischen Antonow-Frachtmaschinen dürfen wegen der EU-Sanktionen nicht mehr fliegen und können nicht bewegt werden.

Anfang August scheiterte an dem Flughafen offenbar ein Anschlagsversuch mit einer Sprengstoffdrohne. Diese war in der Nähe von ukrainischen Frachtflugzeugen gefunden worden. Die Bundesregierung macht Russland verantwortlich und kündigte neue Strafmaßnahmen an. Moskau weist die Vorwürfe zurück. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernahm die Ermittlungen in dem Fall vom August.

H.Ercolani--PV

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