Pallade Veneta - Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen

Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen


Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen
Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP

Nach einem Schusswaffenvorfall auf offener Straße in einer Stadt bei Paris mit einem Todesopfer hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie habe ein Ermittlungsverfahren wegen "Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung" eingeleitet, teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Die Tat sei zudem "aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, Ethnie, Nation oder bestimmten Religion begangen" worden, teilten die Staatsanwaltschaft weiter mit.

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Die Ermittlungen betreffen außerdem den Tatbestand des "Besitzes einer Waffe der Kategorie A", zu der insbesondere automatische Waffen gehören, die Salven abgeben, sowie der "Beteiligung an einer terroristischen kriminellen Vereinigung mit dem Ziel der Vorbereitung von Verbrechen gegen Menschen".

Den Angaben zufolge eröffnete der Mann am Vormittag in Trappes westlich von Paris und im nahegelegenen La Verrière das Feuer. Vier Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt, wie aus Polizeikreisen verlautete. Der Bürgermeister von Trappes, Ali Rabeh, sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein zwölfjähriges Kind sei in La Verrière "schwer verletzt" worden. Der Schütze wurde nach Angaben aus Polizeikreisen kurz danach im nahegelegenen Coignières festgenommen. Nach Angaben der örtlichen Behörden kann sich die Opferzahl noch ändern.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Trappes schoss ein Mensch aus seinem Fahrzeug heraus. Dem Sender BFMTV sagte Rabeh, der Mann habe offensichtlich wahllos geschossen und ein "Blutbad" anrichten wollen. Das Todesopfer sei "afrikanischer Herkunft", ein Verletzter in Lebensgefahr sei zudem "maghrebinischer Herkunft". Die Stadt wollte eine psychologische Betreuungsstelle einrichten.

Premierminister Sébastien Lecornu bezeichnete den Fall als sehr ernst. Alle Ressourcen der Sicherheitskräfte und der Justiz seien in vollem Umfang mobilisiert, erklärte er im Onlinedienst X.

Die Stimmung in Frankreich ist derzeit angespannt. Am Wochenende war es am Rande von Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem zu massiven Ausschreitungen gekommen. Tausende Geschäfte wurden geplündert, Rathäuser und Polizeistationen angegriffen und Gebäude in Brand gesetzt. Als Reaktion darauf wurden in mehreren Großstädten nächtliche Ausgangssperren verhängt.

L.Bufalini--PV

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