Pallade Veneta - Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren in Spanien: Mindestens 30 Todesopfer

Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren in Spanien: Mindestens 30 Todesopfer


Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren in Spanien: Mindestens 30 Todesopfer
Hochgeschwindigkeitszüge kollidieren in Spanien: Mindestens 30 Todesopfer / Foto: Javier SORIANO - AFP

Schweres Zugunglück auf freier Strecke: Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Züge kollidierten am Mittwochmorgen in der Provinz Toledo rund 150 Kilometer südlich von Madrid. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

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AFP-Reporter sahen die Zugwracks, mehrere Waggons waren die Böschung herabgestürzt und lagen neben den Gleisen. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden alle verfügbaren Kräfte zur Unglücksstelle entsandt. Drei Rettungshubschrauber, mehrere Feuerwehrmannschaften sowie mobile intensivmedizinische Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz.

Gesundheitsministerin Monica García sprach von einer "schweren Tragödie". Wichtigstes Ziel sei es nun "die Menschen so schnell wie möglich da herauszuholen". Regierungschef Pedro Sánchez unterbrach seinen Wahlkampf für die vorgezogene Parlamentswahl im kommenden Monat. Im Onlinedienst X äußerte er sich erschüttert über das Unglück.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einer "erschütternden" Nachricht. Ihre Gedanken seien bei den Opfern und deren Angehörigen. "Meine volle Unterstützung gilt dem spanischen Volk in diesen Stunden des Schmerzes", schrieb EU-Ratspräsident António Costa auf X. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich "tief betroffen".

Erst im Januar waren 46 Menschen ums Leben gekommen, als nahe der Stadt Adamuz in Südspanien zwei Hochgeschwindkeitszüge kollidierten. Das Unglück am Mittwoch ereignete sich auf derselben Strecke zwischen der Hauptstadt und Sevilla im Süden, der meistbefahrenen Hochgeschwindigkeitsverbindung des Landes.

Mit rund 4000 Kilometern Strecke hat Spanien das zweitgrößte Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz der Welt. Das schwere Unglück nahe Adamuz im Januar hatte das Land erschüttert und eine erhitzte Debatte über die Wartung der Infrastruktur und die Sicherheit der Passagiere ausgelöst. Auch Regierungschef Sánchez war nach dem Unglück in die Kritik geraten. Die Regierung hatte daraufhin Investitionen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro in das Streckennetz angekündigt.

D.Vanacore--PV

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