Pallade Veneta - Nachermittlungen zu Kreditkartenbetrug: Neun Menschen aus Untersuchungshaft entlassen

Nachermittlungen zu Kreditkartenbetrug: Neun Menschen aus Untersuchungshaft entlassen


Nachermittlungen zu Kreditkartenbetrug: Neun Menschen aus Untersuchungshaft entlassen
Nachermittlungen zu Kreditkartenbetrug: Neun Menschen aus Untersuchungshaft entlassen / Foto: Yasuyoshi CHIBA - AFP/Archiv

In einem Fall von großangelegtem Betrug mit Kreditkartendaten mit dreistelligem Millionenschaden in Rheinland-Pfalz sind alle neun Angeklagten aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Das Landgericht Koblenz forderte umfangreiche Nachermittlungen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Ohne diese Nachermittlungen könne die Kammer keinen dringenden Tatverdacht feststellen.

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Weil diese Ermittlungen lange dauern könnten, könnten die Haftbefehle nicht aufrechterhalten werden. Zudem sei es unverhältnismäßig, die Angeschuldigten weiter in Untersuchungshaft zu belassen, weil einige von ihnen bereits seit über elf Monaten in Haft seien.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den neun Angeschuldigten vor, die Daten von mehr als drei Millionen Kreditkartenbesitzern aus 193 Ländern auf kriminelle Weise beschafft und einen dreistelligen Millionenschaden verursacht zu haben. Die Daten habe sich die Gruppe durch Phishing und Abofallen verschafft. Im Tatzeitraum zwischen 2016 und 2021 sollen die Mitglieder der Gruppe mehr als 18 Millionen Abonnements über falsche Dating- und Pornoseiten generiert haben.

Diese seien bloß eine formale Grundlage für die Belastung der Kreditkarten gewesen, ohne dass die Betroffenen diese Seiten selbst nutzten. Weil sie nur kleine Beträge unter kryptischen Buchungstexten vom Konto abzogen, fielen die illegalen Transaktionen häufig nicht auf.

A.Graziadei--PV

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