Pallade Veneta - Zugunglück in Spanien: Verzweiflung bei Trauergottesdienst in Urda

Zugunglück in Spanien: Verzweiflung bei Trauergottesdienst in Urda


Zugunglück in Spanien: Verzweiflung bei Trauergottesdienst in Urda
Zugunglück in Spanien: Verzweiflung bei Trauergottesdienst in Urda / Foto: Thomas COEX - AFP

Drei Tage nach der verheerenden Zugkollision mit 69 Toten in Spanien sind nahe der Unglücksstelle in der Provinz Toledo zahlreiche Menschen zu einem Gedenkgottesdienst zusammengekommen. In der Gemeinde Urda versammelten sich am Samstag in und um die Kirche San Juan Bautista Angehörige der Opfer, Anwohner und hochrangige Lokalpolitiker. Viele von ihnen waren in Tränen aufgelöst.

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Die Tage seit dem Unglück seien wie ein "Karfreitag für uns alle" gewesen, sagte der Erzbischof von Toledo, Francisco Cerro. Es gäbe keine Worte, um den Hinterbliebenen Trost zu spenden. Cerro sicherte den betroffenen Familien die Unterstützung aller zu. Gleichzeitig forderte er die Öffentlichkeit auf, die Tragödie nicht zu vergessen und dafür zu sorgen, dass sich ein solches Unglück nicht wiederhole.

Am Mittwochmorgen war rund 110 Kilometer Luftlinie südlich von Madrid auf gerader Strecke ein Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Staatsbahn Renfe mit hoher Geschwindigkeit auf einen stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo aufgefahren. Mehrere Waggons entgleisten. 69 Menschen kamen dabei ums Leben, von denen jedoch bislang erst 36 identifiziert wurden. Die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache dauern an.

Im Trauergottesdienst dankte Cerro auch Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie den freiwilligen Helfern für ihre Arbeit an der Unglücksstelle. Es habe eine "wahre Welle der Solidarität gegeben", sagte der Erzbischof.

Neben dem Präsidenten der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, nahm auch der Bürgermeister von Urda, Manuel Galán, an der Messe teil. Im spanischen Fernsehen sagte er, die Menschen in seiner rund 2500 Einwohner zählenden Gemeinde litten besonders unter dem Unglück. Sie hätten derzeit einen "großen Bedarf an Unterstützung".

Der Zusammenstoß der Züge war das zweite schwere Bahnunglück in Spanien innerhalb dieses Jahres. Erst im Januar waren auf derselben Trasse zwischen Madrid und Sevilla 46 Menschen ums Leben gekommen, als ebenfalls zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten.

I.Saccomanno--PV

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