Pallade Veneta - "Extrem gefährlicher" Hurrikan "Ian" trifft in Florida auf Land

"Extrem gefährlicher" Hurrikan "Ian" trifft in Florida auf Land


"Extrem gefährlicher" Hurrikan "Ian" trifft in Florida auf Land
"Extrem gefährlicher" Hurrikan "Ian" trifft in Florida auf Land / Foto: Ricardo ARDUENGO - AFP

Mit Windgeschwindigkeiten von 240 Stundenkilometern ist der als "extrem gefährlich" eingestufte Hurrikan "Ian" im US-Bundesstaat Florida auf Land getroffen. Der Wirbelsturm der zweithöchsten Hurrikan-Warnstufe 4 erreichte am Mittwochnachmittag (Ortszeit) nahe Cayo Costa die Südwestküste Floridas, wie das nationale Hurrikan-Zentrum mitteilte. Die Behörden hatten zuvor vor einer "katastrophalen Sturmflut", massiven Überschwemmungen, heftigem Regen und "katastrophalen Windschäden" gewarnt.

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Bilder des Fernsehsender MSNBC zeigten in der Stadt Naples an Floridas Südwestküste komplett überschwemmte Straßen, in denen Autos trieben. Die weiter nördlich gelegene Stadt Punta Gorda wurde von heftigen Regenfällen getroffen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichteten. Im Stadtzentrum wurden Palmenzweige vom Wind weggerissen. Nach Angaben der Webseite poweroutage.us waren am Nachmittag in Florida mehr als eine Million Haushalte ohne Strom.

Hurrikan "Ian" hatte am Dienstag auf Kuba schwere Verwüstungen angerichtet und war dann Richtung Florida weitergezogen. Floridas Gouverneur Ron DeSantis hatte vorsorglich den Notstand für alle 67 Landkreise ausgerufen und die Bevölkerung aufgefordert, Notfall-Vorräte anzulegen. Gefährdete Gegenden wurden evakuiert.

"Das wird sehr, sehr schlimm", warnte DeSantis. US-Präsident Joe Biden rief die Menschen auf, allen Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. "Die Gefahr ist real." Der Leiter des Nationalen Wetterdienstes, Ken Graham, bezeichnete "Ian" als Sturm, "über den noch jahrelang gesprochen werden wird".

Vor der Küste Floridas sank inmitten des Unwetters ein Boot mit zahlreichen Migranten an Bord. Die Rettungskräfte konnten zunächst drei Menschen retten und suchten weiter nach 20 Vermissten. Der Rettungseinsatz war ausgelöst worden, nachdem vier Kubaner schwimmend auf der zu den Florida Keys gehörenden Insel Stock Island angekommen waren. Ihr Boot sei wegen schlechten Wetters gesunken, erklärte der US-Grenzschutzbeamte Walter Slosar im Kurzbotschaftendienst Twitter.

"Ian" wird in nordöstlicher Richtung über Florida hinwegziehen und dann Südstaaten wie Georgia und South Carolina erreichen. Durch den Hurrikan waren in Kuba mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Vorübergehend war auf der ganzen Karibikinsel der Strom ausgefallen.

M.Jacobucci--PV

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