Pallade Veneta - Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten

Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten


Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten
Frankreichs Justiz eröffnet Verfahren gegen Macron-Vertrauten / Foto: BENOIT TESSIER - POOL/AFP/Archiv

Die französische Justiz hat ein Verfahren wegen eines mutmaßlichen Interessenkonflikts gegen einen engen Mitarbeiter von Präsident Emmanuel Macron eingeleitet. Das teilte die Finanz-Staatsanwaltschaft am Montag in Paris mit. Dabei geht es um die familiären und beruflichen Verbindungen von Alexis Kohler, dem Generalsekretär des Élysées, zur italienisch-schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft MSC.

Textgröße ändern:

Kohler wies die Vorwürfe über seine Anwälte zurück. Die Staatsanwaltschaft hatte sich bereits früher mit dem Fall befasst, 2019 wurden die Ermittlungen jedoch eingestellt. Die Anti-Korruptions-Organisation Anticor erstattete erneut Anzeige und erklärte sich zur Nebenklägerin, was üblicherweise die Einsetzung eines Untersuchungsrichters nach sich zieht.

Kohler war in die Kritik geraten, weil er nach einem Posten im Wirtschaftsministerium zu MSC gewechselt hatte. Das Unternehmen wird von Cousins seiner Mutter geleitet und ist ein wichtiger Kunde des Schiffbauunternehmens STX France (heute Chantiers de l'Atlantique), das die Werften im westfranzösischen Saint-Nazaire leitet. Nach Macrons Wahlsieg ernannte der Präsident ihn zum Generalsekretär des Élysées. Er gilt als rechte Hand des Präsidenten.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: