Pallade Veneta - Angeklagte aus Prozess um fahrlässige Tötung mit Drogenersatzstoff verschwunden

Angeklagte aus Prozess um fahrlässige Tötung mit Drogenersatzstoff verschwunden


Angeklagte aus Prozess um fahrlässige Tötung mit Drogenersatzstoff verschwunden
Angeklagte aus Prozess um fahrlässige Tötung mit Drogenersatzstoff verschwunden / Foto: JENS SCHLUETER - AFP/Archiv

Die Angeklagte aus einem Revisionsprozess um fahrlässige Tötung mit einem Drogenersatzstoff vor dem Landgericht im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach ist verschwunden. Sie gilt seit Mittwoch vergangener Woche als vermisst, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus Justizkreisen erfuhr. Die Polizei Baumholder im Landkreis Birkenfeld hatte am Freitag eine Vermisstenmeldung veröffentlicht. Demnach wird ein Unglücksfall nicht ausgeschlossen.

Textgröße ändern:

Gegen die 56-Jährige hätte am Dienstag weiter verhandelt werden sollen. Der Termin fiel wegen der Erkrankung einer Richterin und der vermissten Angeklagten jedoch aus. Ob am Donnerstag wie geplant weiter verhandelt werden kann, war zunächst unklar.

Seit 2014 soll die Frau in ihrem Kühlschrank Polamidonlösung, einen Drogenersatzstoff, in einer Flasche mit der Aufschrift "Waldmeister Getränkesirup" aufbewahrt haben. Im Januar 2017 soll sie einem Freund ihres Sohns gestattet haben, seinen 16. Geburtstag in ihrer Wohnung zu feiern.

Den Jugendlichen soll sie gesagt haben, sie könnten sich frei am Kühlschrank bedienen. Dass sie darin die Polamidonlösung aufbewahrte, soll sie vergessen haben. Drei Partygäste sollen von der Lösung getrunken haben. Ein 16-Jähriger starb am folgenden Tag, die anderen beiden Jugendlichen wurden verletzt. Zudem soll die Angeklagte den Jugendlichen einen Joint gedreht haben.

Das Landgericht verurteilte die Frau unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu zwei Jahren und elf Monaten Haft. Der Bundesgerichtshof hob die Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung sowie die Gesamtstrafe aber auf. Deswegen wird derzeit vor einer anderen Kammer des Landgerichts neu verhandelt.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: