Pallade Veneta - Mann tötet in Bayern Ehefrau nach zehnmaligem Wohnungswechsel

Mann tötet in Bayern Ehefrau nach zehnmaligem Wohnungswechsel


Mann tötet in Bayern Ehefrau nach zehnmaligem Wohnungswechsel
Mann tötet in Bayern Ehefrau nach zehnmaligem Wohnungswechsel

Weil er offenbar ihre ständigen Umzugswünsche nicht mehr ertrug, hat ein Mann in Bayern seine Ehefrau getötet. Das Schwurgericht des Landgerichts München II verurteilte den 68-Jährigen am Montag deshalb wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren.

Textgröße ändern:

Dem Gericht zufolge hatte das Paar auf Betreiben der Ehefrau bereits zehnmal die Wohnung gewechselt, weil diese mit den Wohnverhältnissen nicht zufrieden war. Auch die zuletzt angemietete Wohnung im Landkreis Weilheim-Schongau entsprach demnach nicht ihren Vorstellungen, weshalb sie einen erneuten Umzug wünschte.

Als der Angeklagte am Tattag im Februar 2021 seine Ehefrau weckte, um erneut mit ihr über den Umzug zu sprechen, reagierte diese abweisend. Der Angeklagte geriet in Zorn und würgte dem Urteil zufolge seine Frau minutenlang, bis sie erstickte. Danach zog er seiner bereits toten Ehefrau zwei Plastiktüten über den Kopf und verschnürte diese am Hals.

Zugunsten des Angeklagten wertete das Gericht nach Angaben eines Sprechers bei der Strafzumessung dessen Geständnis sowie einen nach der Tat verübten Suizidversuch, der nach Überzeugung der Richter ein Zeichen von Reue war. Strafmildernd wirkte sich zudem aus, dass der nicht vorbestrafte Angeklagte die Tat spontan verübt hatte.

Strafverschärfend wertete die Kammer, dass zumindest die objektiven Voraussetzungen einer heimtückischen Tat vorlagen und dass der Angeklagte bei der Tatausführung "einen unbedingten Vernichtungswillen" zeigte. Ursprünglich war er wegen Mordverdachts angeklagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Bundesfinanzhof urteilt am 20. Mai über Grundsteuer in Baden-Württemberg

Der Bundesfinanzhof (BFH) will am 20. Mai über die neue Grundsteuer in Baden-Württemberg entscheiden. Den Urteilstermin gab er am Mittwoch in München nach der Verhandlung über zwei Klagen von Grundstückseigentümern bekannt, die seit der Reform mehr zahlen müssen als vorher. Es war die erste von mehreren geplanten Verhandlungen über die Grundsteuergesetze der Länder. (Az. II R 26/24 und II R 27/24)

Razzia in acht Bundesländern wegen Steuerhinterziehung mit Millionenschaden

Bei Durchsuchungen in acht Bundesländern wegen Steuerhinterziehung und Hehlerei im Palettenhandel mit Millionenschaden haben Ermittler einen Menschen festgenommen. Im Fokus der Ermittlungen stehen fünf Beschuldigte, wie das sächsische Landeskriminalamt am Mittwoch in Dresden mitteilte. Sie sollen mit verschiedenen Firmen den Behörden gegenüber unvollständige oder falsche Angaben gemacht und so Steuern hinterzogen haben. Den Steuerschaden bezifferten die Ermittler auf 1,7 Millionen Euro.

Schleusungen über polnische Grenze: 30-Jähriger in Baden-Württemberg festgenommen

Ermittler haben in Baden-Württemberg einen 30-Jährigen festgenommen, der dutzende Ausländer nach Deutschland geschleust haben soll. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, mindestens 66 Menschen über die polnische Grenze gebracht zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Tübingen und die Bundespolizei in Stuttgart am Mittwoch mitteilten. Demnach soll der 30-Jährige den Messengerdienst Telegram genutzt haben, um die Schleusungen zu organisieren.

Neue Wege: Bremer Verfassungsschutz warnt auf digitalen Werbetafeln vor Bedrohungen

Der Bremer Verfassungsschutz warnt ab sofort auf digitalen Werbetafeln im öffentlichen Raum vor aktuellen Bedrohungen durch Desinformation und Extremismus. "Bremen geht damit einen neuen Weg in der Sicherheitskommunikation", erklärte Innensenatorin Eva Hoegl (SPD) am Mittwoch in der Hansestadt zum offiziellen Start des Projekts. Den Anfang macht demnach eine Warnung vor Phishingkampagnen durch ausländische Geheimdienste.

Textgröße ändern: